Rehabilitations- und Umschulungsgeld

Sollten Sie dauernd invalid bzw. berufsunfähig sein, dann besteht für Sie bei gesundheitlicher Beeinträchtigung die Möglichkeit, dass Sie in die Invaliditätspension (ArbeiterInnen) bzw. Berufsunfähigkeitspension (Angestellte) gehen können.

Für Personen, die ab 1.1.1964 geboren sind: Rehabilitationsgeld

Wenn Sie aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zwar nicht dauerhaft, aber im Ausmaß von mindestens 6 Monaten vorübergehend invalid bzw. berufsunfähig sind, erhalten Sie anstelle einer Invaliditäts- bzw Berufsunfähigkeitspension Rehabilitationsgeld von der zuständigen Gebietskrankenkasse.

So viel Unterstützung gibt es

Das Rehabilitationsgeld wird 12 x im Jahr, in der Höhe des Krankengeldes (in der Regel 60 % des Letztbezuges) ausbezahlt, mindestens jedoch in der Höhe der Ausgleichszulage für Alleinstehende  (2019: € 933,06).  

Wenn Sie Rehabilitationsgeld bekommen, sind Sie krankenversichert und haben einen Rechtsanspruch auf medizinische Rehabilitation, wenn diese zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit notwendig ist.

Darf man zum Rehabilitationsgeld dazuverdienen?

Grundsätzlich ja. Wenn Sie jedoch über der Geringfügigkeitsgrenze verdienen (2019: € 446,81 pro Monat), dann steht Ihnen nur ein Teilrehabilitationsgeld zu. Es gelten die Bestimmungen, die auch für Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen zur „Teilpension“ gelten. Nähers dazu finden Sie unter "Arbeiten in der Pension".

Wie wird das Rehabilitationsgeld versteuert?

Das Rehabilitationsgeld wird von der Gebietskrankenkasse nur vorläufig besteuert. Dabei werden 30 Euro täglich steuerfrei belassen und vom übersteigenden Betrag 25 Prozent Steuer einbehalten. Der Bezug von Rehabilitationsgeld löst aber eine verpflichtende Arbeit­nehmer­Innen­ver­an­lagung aus. Das Rehabilitationsgeld wird dann regulär gemeinsam mit anderen Einkünften versteuert, z. B. jenen Bezügen, die Sie aus einer Nebenbeschäftigung erzielen.

Umschulungsgeld

Sind Sie aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zwar nicht dauerhaft, aber im Ausmaß von mindestens 6 Monaten (vorübergehend) invalid bzw. berufsunfähig und ist eine berufliche Umschulung sinnvoll und zumutbar, erhalten Sie vom AMS ein Umschulungsgeld, wenn Sie bei der Auswahl, Planung und Durchführung der Umschulung aktiv mitwirken. Dasselbe gilt drohender Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit.

So viel Unterstützung gibt es

Das Umschulungsgeld wird 12 x im Jahr ausbezahlt. Während der Auswahl und Planung wird das Umschulungsgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes und während der Dauer der Umschulung wird das Umschulungsgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes plus 22 % ausbezahlt, mindestens jedoch in der Höhe von täglich € 35,33 (2018).

Darf man zum Umschulungsgeld dazuverdienen?

Ja, aber die monatliche Geringfügigkeitsgrenze (2019: € 446,81) darf beim Zuverdienst nicht überschritten werden - sonst fällt das Umschulungsgeld zur Gänze weg.

Wie wird das Umschulungsgeld versteuert?

Das Umschulungsgeld ist grundsätzlich steuerfrei. Machen Sie jedoch eine ArbeitnehmerInnenveranlagung, dann kommt es zu einer besonderen Steuerberechnung, die gleich ist mit jener, die bei Bezug von Arbeitslosengeld erfolgt. Nähere Informationen dazu erfahren Sie hier.

Fälle aus der praxis

Frau in Bibliothek © CandyBox Images, Fotolia.com

Broschüren

Infos & Tipps zum Nachlesen

Links

Kontakt

Kontakt

Arbeitsrecht

Fälle aus der praxis

Frau in Bibliothek © CandyBox Images, Fotolia.com

Broschüren

Infos & Tipps zum Nachlesen

Das könnte Sie auch interessieren

Pensionskonto & Kontoerstgutschrift © Erwin Schuh, AK

Pensionskonto & Kontoerstgutschrift

Sie haben Fragen zum PVA-Infobrief zum Pensionskonto? Unsere ExpertInnen erklären Schlüsselbegriffe per Video.

Pension wegen Krankheit © Ken Hurst, Fotolia

Pension wegen Krank­heit

Alle Infos zur In­validitäts- bzw. Be­rufs­un­fähig­keits­pen­sion: Welche Vor­aus­setz­ung­en gelten, und wann Tätig­keits­schutz oder Härte­fall­regel­ung greifen.

  • © 2019 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum