Arbeitslosengeld gesperrt? So wehren Sie sich

Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung sind Ihr gutes Recht. Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, müssen nicht alle Entscheidungen des Arbeitsmarktservices (AMS) hinnehmen. Durch einen Einspruch können Sie sich gegen eine Entscheidung des AMS zur Wehr setzen. 

Sozialversicherung

T: +43 (0)662 86 87-89

Der weg zum gericht

Damit sich das Gericht mit Ihrer Beschwerde beschäftigt, müssen Sie zweimal aktiv werden:

  • Zuerst müssen sie fristgerecht (innerhalb von 4 Wochen) eine Beschwerde gegen den AMS Bescheid erheben.
  • Erhalten Sie vom AMS eine Beschwerdevorentscheidung, die die Erstentscheidung des AMS bestätigt, erstellen Sie innerhalb von 2 Wochen einen sogenannten Vorlageantrag . Damit verlangen Sie, dass Ihre Beschwerde dem Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung vorgelegt wird.

Anhand des Beispiels einer Nicht-Annahme der Arbeit zeigt der folgende Rechtsmittelweg , was Sie unternehmen können, um zu Ihrem Recht zu kommen. Das angeführte Rechtsmittelverfahren gilt generell für alle Einsprüche gegen AMS-Bescheide.

Tipps und Beratung für Arbeitslose

In unserer aktuellen Broschüre  Tipps für Arbeitssuchende finden Sie hilfreiche Informationen über die Rechte und Pflichten im Falle von Arbeitslosigkeit. Außerdem erfahren Sie, wann ein rechtlicher Einspruch aussichtsreich ist.

Weiters steht Ihnen auch unsere Rechtsberatung unter +43 (0) 662 86 87-89 für Fragen zur Verfügung. 

 

Rahmenbedingungen verbessern

  • Die Arbeiterkammer setzt sich dafür ein, dass das Arbeitslosengeld auf mindestens 70 Prozent angehoben, die Bezugsdauer verlängert und der Familienzuschlag erhöht wird

  • Die AK ist für eine menschenwürdige Reform der Arbeitslosenversicherung und schlägt einen stärkeren Berufs- und Entgeltschutz vor

  • Eine AMS-Vermittlung soll ausschließlich in existenzsichernde Beschäftigungsverhältnisse erfolgen

  • Die AK steht für mehr Fairness in der Arbeitslosenversicherung: die vierwöchige Sperre bei einer Selbstkündigung des Arbeitsverhältnisses soll gänzlich entfallen

  • Zudem fordern wir für Arbeitssuchende und Beschäftigte einen Rechtsanspruch auf eine sozial gut abgesicherte und umfassende arbeitsmarktbezogene Aus- und Weiterbildung mit einer eigenständigen Wahl des Ausbildungsinhaltes auf Grundlage einer Bildungsberatung.


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