70 Jahre Arbeiterkammer Salzburg

Die Arbeiterkammer Salzburg feiert Jubiläum. Die Geschichte der Arbeitnehmervertretung im Bundesland kann sich sehen lassen. Bisher wurde jede Herausforderung gemeistert. Und auch in Zukunft streitet die AK an der Seite der Arbeitnehmer.

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Vor genau 70 Jahren wurde im Mozarteum in Salzburg die Wiedereinsetzung der Arbeiterkammer beschlossen – im Bewusstsein, die Lehren aus Nationalsozialismus und Austrofaschismus gezogen zu haben. „Die heutige Versammlung ist epochemachend in der Arbeitergeschichte des neuen Österreich“, begann Oberst Junius R. Smith, Leiter der Abteilung für Arbeitswesen der Regionalen Militärregierung, seine Festrede und erinnerte an die „furchtbaren Schäden, die der Arbeitnehmerschaft während der Zeit der Nazi-Besetzung zugefügt worden sind.“

Unmittelbar nach dem Krieg  war die Rolle der AK eine gänzlich andere als heute. Es ging ums nackte Überleben. Die Arbeiterkammer leistete mit Lebensmitteln, Kleidung und Heizmaterial Direkthilfe an die Bevölkerung. In den Folgejahren waren Vollbeschäftigung, Kaufkraft, die Schaffung wichtiger Arbeitnehmerrechte und der Aufbau unseres Sozialstaates zentrale Themen. So wurden Errungenschaften erkämpft, von denen wir heute profitieren. Viele davon gäbe es ohne konsequente und beherzte Arbeitnehmervertreter nicht, hätten die Gewerkschaften nicht für die Errichtung der AK gekämpft. Bis jetzt vereint beide Organisationen eine enge Symbiose.

Moderner Servicebetrieb

Die Arbeiterkammer ist mit ihren Herausforderungen gewachsen. Heute ist sie eine moderne Interessenvertretung und ein kundenorientierter Servicebetrieb, der weit über seine vor 70 Jahren festgelegten Aufgaben hinaus für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aktiv ist. Und das honorieren die Menschen: Im OGM-Vertrauensindex hat kaum eine andere Institution in Österreich ein so hohes Ansehen in der Bevölkerung wie die AK. Zahlreiche Bildungsprojekte – oft mit dem Sozialpartner WK – sorgen dafür, dass junge Menschen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt erhalten.

Seit 2005 werden mit den AK/ÖGB-Tauschbörsen und seit 2008 mit dem AK/ÖGB-Steuerlöscher für Familien und Arbeitnehmer neue und effiziente Wege der Serviceleistung beschritten. Jährlich erkämpft die AK in rund 165.000 Beratungen über 20 Millionen Euro für die Arbeitnehmer. Alleine die im Jubiläumsjahr mit den Gewerkschaften erkämpfte Steuerreform bringt den Arbeitnehmern Einkommenszuwächse im Ausmaß von drei Lohnerhöhungen.

Auch in Zukunft für die Menschen da

Und die Arbeiterkammer muss weiter für mehr Gerechtigkeit streiten. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Der Neoliberalismus wurde zum obersten Dogma erhoben, der Globalisierung und Flexibilisierung wird das Wort geredet. Handelsabkommen wie TTIP und CETA tun ihr Übriges. Gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen und den damit verbundenen massiven Angriffen auf Arbeitnehmerrechte und Sozialstaat braucht es eine starke Arbeitnehmervertretung. Damals wie heute werden Arbeiterkammer und ÖGB nicht müde, Missstände zu bekämpfen und für Waffen- und Chancengleichheit zu sorgen.

Wir wollen, dass auch in Zukunft „Brot und Arbeit uns gerüstet stehen, unsere Kinder in der Schule lernen und unsere Alten nicht mehr betteln gehen“, heißt es in einem alten Arbeiterlied. Diese Ziele sind nach wie vor aktuell.

Die Zukunft muss so gestaltet werden, dass Arbeitnehmern ihr gerechter Anteil nicht vorenthalten wird. Auch für die nächsten 70 Jahre gilt: Gerechtigkeit muss sein!

TIPP

70 Jahre Arbeiterkammer Salzburg in Wort und Bild finden Sie auf 140 Seiten in der Jubiläums-Chronik.

 

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