6.500 Euro-Handyrechnung wegen Surfen im Urlaub

Das Handy gehört für viele auch im Urlaub zum Alltag - wie auch für den Salzburger Rudolf H., der einige Tage zum Entspannen in der Schweiz verbrachte. Schnell mit Google Maps den Weg suchen, per Whatsapp Fotos verschicken und ein Restaurant auf Tripadvisor suchen. Zurück in Salzburg traute Herr H. seinen Augen nicht: Der Handyanbieter stellte geschmalzene 6.500 Euro für rund 500 Megabyte genutzte Daten in Rechnung. Verzweifelt wandte er sich an unseren Konsumentenschutz. 

So konnten wir helfen

Konsumentenschützer Christian Obermoser übernahm den Fall und intervenierte umgehend beim Netzbetreiber. Nach zahlreichen Gesprächen konnte er eine günstige Lösung für den geschockten Salzburger erwirken: Anstelle von 6.500 Euro wurde der Preis für ein entsprechendes Datenroaming-Paket verrechnet – Kostenpunkt: 130 Euro. Der Urlauber kam mit einem blauen Auge davon, dennoch zeigt dieser Fall ganz klar, dass man beim Surfen im Urlaub sehr vorsichtig sein muss. 

Achtung: Außerhalb der EU kostet 1 GB bis zu 20.000 Euro

In der Beratung zeigt sich, dass viele Menschen noch immer der Meinung sind, dass mit Juni 2017 das Datenroaming gänzlich abgeschafft worden ist. Ein Irrglaube, denn die denn die neue Roaming-Regelung gilt nur innerhalb der 28 EU-Mitgliedstaaten, sowie Island, Liechtenstein und Norwegen.

Außerhalb der EU – etwa Schweiz, Bosnien oder Türkei – gibt es allerdings kein "Roam like at home". 1 GB Datenvolumen kann dort schnell so viel wie ein Auto kosten: 15.000 bis 20.000 Euro.





  

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