Bildungsscheck des Landes Salzburg

Ziel dieser Förderaktion ist die Verbesserung der beruflichen Qualifizierung von Salzburger Arbeitnehmer/innen. Mit dem Salzburger Bildungsscheck werden berufsorientierte Weiterbildungen oder Ausbildungen gefördert, in welchen Qualifikationen vermittelt werden, die entweder unmittelbar im Berufsleben angewendet werden können oder die Voraussetzung für eine angestrebte berufliche Veränderung (Umschulung) sind.

HINWEIS

Die Förderrichtlinien als pdf finden Sie hier.


Förderhöhe

  • Gefördert werden 50 % der Kurskosten, max. 900,– Euro.
  • Personen über 50 Jahre zum Zeitpunkt des Kursbeginns: 50 % der Kurskosten, max. 1.300,– Euro.
  • Personen über 18 zum Zeitpunkt des Kursbeginns mit der Pflichtschule als höchstem Abschluss: 75 % der Kurskosten, max. 2.000,– Euro.
  • Vorbereitungskurse zur Ablegung der Meister-, Werkmeister oder Befähigungsprüfung (gem. Gewerbeordnung) und Unternehmerprüfung: 50 % der Kurskosten, max. 2.000,– Euro.
  • Vorbereitungskurse zum Ablegen der außerordentlichen Lehrabschlussprüfung: 50 % der Kurskosten, max. 2.000,– Euro.
  • Ausbildungen zur Heimhilfe, Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz, Diplompflegekraft: 50 % der Kurskosten, max. 2.000,– Euro.
  • IKT-Fachkräfteausbildungen mit mind. 200 Stunden Kursdauer: 50 % der Kurskosten, max. 2.000,- Euro. Gefördert werden Ausbildungen zum IT-Techniker, Programmierer sowie in der Anwendungsentwicklung. Für Kurse im IT-Anwendungsbereich (zB Mediendesign, Grafikdesgin, Fotographie) liegt die Förderobergrenze bei 900 Euro. 

Förderkonto

Die angeführten Förderhöchstbeträge stehen seit dem Jahr 2016 jedem/ er Förderungsnehmer/in für einen Zeitraum von vier Jahren ab Erstantragstellung nach Maßgabe der Budgetmittel zur Verfügung. Auf Gewährung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch. Der/die Antragsteller/in erhält eine schriftliche Mitteilung über die Genehmigung bzw. Ablehnung des Förderansuchens durch das Land Salzburg.

Im Sinne der Richtlinie des Landes sind jedenfalls nicht förderungswürdig:

  • Kurse zur Weltanschauung, Freizeitkurse, Hobbykurse, Coaching-, Supervisions- und Selbsterfahrungskurse und ähnliches sind nicht förderfähig. Im Einzelfall ist die berufliche Anwendung nachzuweisen.
  • Kurse, die aufgrund gesetzlicher-, kollektivvertraglicher- oder sonstiger Bestimmungen durch Dritte (bspw. Arbeitgeber) zu finanzieren sind.
  • Personen, die nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz keine Berechtigung zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit im Bundesland Salzburg bzw. in Österreich haben.
  • Schüler/innen und Student/innen, außer sie befinden sich neben der Ausbildung in einem Beschäftigungsverhältnis, welches die Geringfügigkeitsgrenze übersteigt.
  • Studiengebühren sowie Kosten für Ausbildungen, die mit einem akademischen Grad abschließen (Bachelor, Magister, Master, Diplomingenieur, etc.).
  • Personen, die ein Studium an Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen und sonstigen Instituten mit einem akademischen Grad abgeschlossen haben. Das heißt, Akademiker/innen sind von der Förderung ausgeschlossen, es sei denn, sie sind arbeitslos, Wiedereinsteiger/innen, Mindestsicherungsbezieher/innen, geringfügig Beschäftigte oder sie haben ihr Studium im Ausland erfolgreich abgeschlossen und belegen einen Kurs „Deutsch als Fremdsprache“.
  • Personen, die eine Qualifikation ausschließlich im Rahmen einer Nebentätigkeit oder zur Aufnahme einer solchen („2. Standbein“) anstreben.
  • Führerscheinkurse der Klassen A und B.
  • Bildungsmaßnahmen, die von einer Einrichtung angeboten werden, die nicht die Voraussetzungen in § 2 Abs. 6 erfüllen.
  • Vorbereitungskurse zur Lehrabschlussprüfung, wenn diese bereits von anderen Stellen gefördert werden.

Weitere Informationen: https://www.salzburg.gv.at/wirtschaft_/Seiten/bildungsscheck.aspx

Fördervoraussetzungen

  • Der/die Antragssteller/in muss zum Zeitpunkt des Kursbeginns den Hauptwohnsitz im Bundesland Salzburg haben sowie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Folgender Personenkreis wird gefördert, wobei als Stichtag das Datum des Kursbeginns gilt: 
    - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 
    - Freie Dienstnehmerinnen und frei Dienstnehmer 
    - Lehrlinge
    - Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger
    - Arbeitslose
    - selbstständig Erwerbstätige mit in Summe max. 5 Beschäftigten/Lehrlingen
    - Mindestsicherungsbezieherinnen und Mindestsicherungsbezieher
    - Geringfügig Beschäftigten
  • Es werden ausschließlich berufsorientierte Weiterbildungen oder Ausbildungen gefördert, in welchen Qualifikationen vermittelt werden, die entweder unmittelbar im Berufsleben angewendet werden oder Voraussetzung für eine angestrebte berufliche Veränderung (Umschulung) sind. Allenfalls wird der/die Antragsteller/in nach der Prüfung des Ansuchens aufgefordert, die berufliche Notwendigkeit der beantragten Bildungsmaßnahme gesondert darzulegen. Bei Bildungsmaßnahmen zu Umschulungen sind diese innerhalb eines Jahres nach Kursabschluss beruflich anzuwenden und nachzuweisen.

  • Das Förderungsansuchen kann vor Beginn, muss aber spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Kursende bzw. Abschluss der Ausbildung eingebracht werden. Das Ansuchen ist auf elektronischem Weg über die Website www.salzburg.gv.at/bildungscheck einzubringen.

  • 75 % der Bildungsmaßnahme muss absolviert sein und die Teilnahme vom Bildungsträger bestätigt werden.

  • Die zu fördernde Bildungsmaßnahme muss in einer Bildungseinrichtung besucht werden („Bildungsträger“), die über ein von Ö-Cert anerkanntes Qualitätsmanagement-System verfügt (z. B. ÖNORM EN ISO 9001:2008, EFQM, LQM, S-QS bzw. Salzburger Qualitätssicherungs-Qualitätsentwicklungsverfahren, …)

  • Die zur Förderung eingereichten Kosten müssen dem/der Antragsteller/in persönlich erwachsen sein. Kosten, die der/die Antragsteller/in nicht selbst bezahlt hat, sind nicht förderfähig.

  • Förderbar sind ausschließlich Kurskosten. Das heißt, das an den Bildungsträger überwiesene Entgelt für die Kursteilnahme; nicht hingegen Fahrtkosten, Kosten für Lehrbücher, Unterrichtsmaterialien, Unterkunft, Prüfungsgebühren etc.

fälle aus der praxis

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