Cyberangriff auf AK OÖ: Möglicherweise auch Salzburger Mitgliederdaten betroffen
Am Montag, 10. August 2026, haben Cyberkriminelle die Arbeiterkammer Oberösterreich angegriffen. Erst am Montag, 17. August 2026, hat sich am späten Nachmittag herausgestellt, dass bei diesem Angriff auch die Mitgliederdaten von rund 270.000 Salzburger AK-Mitgliedern abgefragt worden sein könnten. „Es gibt kein Datenleck in der AK Salzburg“, stellt AK-Direktorin Eva Stöckl klar. „Möglicherweise betroffen sind jedoch Salzburger Mitgliederdaten, die durch die AK Oberösterreich für das gemeinsame Mitgliederverwaltungssystem verarbeitet wurden. Wir haben diese mögliche Datenschutzverletzung bereits an die zuständige Datenschutzbehörde gemeldet und werden die möglicherweise betroffenen Mitglieder in den kommenden Tagen informieren“, erklärt Stöckl.
Aufgrund gezielter Spurenverwischung durch die Angreifer:innen kann derzeit nicht festgestellt werden, ob die Datensätze tatsächlich betroffen sind. „Wir nehmen die Situation sehr ernst, haben die mögliche Datenschutzverletzung bereits bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet und werden unsere Mitglieder umfassend informieren“, erklärt Eva Stöckl.
Im gemeinsamen Mitgliederverwaltungssystem übernimmt die AK Oberösterreich aus Effizienzgründen bestimmte Datenverarbeitungen für die AK Salzburg. In den Datensätzen sind neben Namen und Adressen des jeweiligen AK-Mitglieds auch der Betrieb sowie Sozialversicherungsnummer enthalten. Informationen zum Gehaltskonto, E-Mail-Kontakt oder Telefonnummer sind in den möglicherweise betroffenen Datensätzen nicht enthalten bzw. der AK ohnehin nicht bekannt. „Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden durch die AK Salzburg nur bei direkter Kontaktaufnahme durch die Mitglieder abgespeichert und in einer separaten Datenbank geführt. Die Systeme der AK Salzburg waren zu keinem Zeitpunkt Ziel der Angriffe, und die darauf befindlichen Daten sind sicher“, sagt AK-Direktorin Stöckl.
Empfehlungen an Mitglieder
Die AK empfiehlt ihren Mitgliedern in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu sein. Kriminelle könnten versuchen mittels der postalischen Adressen an weitere Daten wie Bankverbindung oder Telefonnummer zu kommen. „Die Arbeiterkammer Salzburg sendet niemals Schreiben aus, in denen sie um Ergänzung von persönlichen Daten ersucht. Wir kontaktieren unsere Mitglieder aktuell auch nicht zu etwaigen Auszahlungen von Bonusaktionen, Gewinnspielen oder Ähnlichem“, stellt Eva Stöckl klar.
Weitere Informationen rund um die mögliche Datenschutzverletzung erhalten Mitglieder im AK-Servicecenter unter der Telefonnummer 0662 / 86 87 603 oder per E-Mail an mitglieder@ak-salzburg.at.