Eder zu Pflegebonus: „Dank an das solidarische Salzburg!“
Der gemeinsame Druck und starke Zusammenhalt haben sich sprichwörtlich bezahlt gemacht: Die Salzburger Landesregierung nimmt jetzt die Streichung des Pflegebonus zurück. „Eine Entscheidung, die für viele Pflegekräfte weit mehr als nur eine finanzielle Anerkennung bedeutet“, freut sich AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder, „damit wird die von AK, ÖGB, Betriebsrät:innen und der Salzburger Bevölkerung seit letztem Herbst vehement geforderte Wertschätzung für einen Beruf, der wie kaum ein anderer von Einsatz, Menschlichkeit und Belastungen geprägt ist, nicht mehr länger ignoriert, sondern endlich berücksichtigt.“
Überraschende und erfreuliche Wende in Sachen Pflegebonus: Die Salzburger Landesregierung gibt dem Druck von AK, ÖGB, Betriebsrät:innen und nicht zuletzt vor allen den unzähligen solidarischen Salzburgerinnen und Salzburgern nach und hat das Aus für den Pflegebonus nun zurückgenommen. Nach 83.000 Unterschriften für die AK/ÖGB-Petition „Stopp den Pflegeraub“ und 13.000 Protestierenden auf den Straßen, knickte die Salzburger Landesregierung zwar erstmals ein, konnte sich aber lediglich zu dem faulen Kompromiss, dass der Pflegebonus bis Ende Juni 2026 fortgeführt wird, durchringen.
SOLIDARITÄT ZEIGT WIRKUNG
Scheint der öffentliche Druck zu groß geworden zu sein, oder hat nun doch die Vernunft Einzug in den Chiemseehof gehalten? „Es zeigt von politischer Größe, nicht nur Fehler einzugestehen, sondern diese auch zu korrigieren, besser spät als gar nicht“, sagt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder, „dass es für diesen Sinneswandel 83.000 Unterschriften, 13.000 Menschen auf der Straße und ein Volksbegehren gebraucht hat, zeigt, wie wichtig gewerkschaftliche Solidarität und Zusammenhalt sind. Die Stärke der Arbeitnehmer:innen-Interessenvertretung, gepaart mit der Solidarität der Menschen aus Salzburg, war hier das gesellschaftspolitisch so hocheinzuschätzende und notwendige Korrektiv.
EINSATZ FÜR DIE PFLEGE GEHT WEITER
Eder betont jedoch, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann: „Diese Verlängerung ist wichtig – aber sie darf nicht das Ende der Bemühungen sein. Wir müssen weiterhin alles daransetzen, die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern und den Pflegeberuf langfristig zu stärken – Stichworte Zweckwidmung des Pflegebonus und Ausweitung auf weitere Berufsgruppen, so wie auch in unserem aktuellen Volksbegehren ‚Stopp den Pflegeraub‘ gefordert.“ Eder: Wir werden mit der Einbringung des Volksbegehrens zuwarten, aber weiter um Unterstützung für diese wichtigen Forderungen bitten und Unterstützungserklärungen sammeln: „Aufgehoben ist nicht aufgeschoben!“