27.02.2026

Eder: „Es ist höchste Zeit für eine Strompreissenkung“

AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder fordert die Salzburg AG auf, für Entlastung bei den Salzburgerinnen und Salzburgern zu sorgen. „Man sieht an den Tarifsenkungen in anderen Bundesländern, dass Spielräume vorhanden sind und weitergegeben werden. Jetzt muss auch die Salzburg AG nachziehen, damit die Salzburger Bevölkerung nicht länger als nötig unter den hohen Strompreisen leidet“, sagt Eder.

Verbund, Energie AG und die EVN haben konkrete Pläne vorgelegt, wann sie ihren Arbeitspreis auf 10 Cent pro kWh (netto) senken. Die TIWAG in Tirol hält schon seit 2025 einen Preis unter 10 Cent pro kWh. Währenddessen bleibt die Salzburg AG mit 13,9 Cent pro kWh (netto) deutlich darüber. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh Strom zahlt in Salzburg deswegen zwischen 100 und 150 Euro mehr pro Jahr. Auch die Energie Steiermark oder die Wien Energie sind mit ihrem Angebot deutlich näher an der 10-Cent-Marke als Salzburg. Ohne die überfällige Strompreissenkung fällt die Salzburg AG hier deutlich zurück. Die zu hohe Rechnung zahlen die Salzburgerinnen und Salzburger.

Besonders auffällig ist der Vergleich mit der Energie AG in Oberösterreich, die diese Woche angekündigt hat, ihre Preise auf 10 Cent pro kWh zu senken. Im Vergleich mit Oberösterreich hatte die Salzburg AG in den vergangenen Jahren häufig niedrigere Strompreise, das ändert sich jetzt. Die Energie AG ist Miteigentümer der Salzburg AG und sitzt mit Stadt und Land Salzburg im Aufsichtsrat. Es sollte in ihrem Interesse sein, die Preise auch in Salzburg zu senken.

Während die Salzburg AG in der Vergangenheit häufig im Vergleich mit den anderen Landesenergieversorgern mithalten konnte, droht sie jetzt deutlich ins Hintertreffen zu geraten. „Viele Kundinnen und Kunden der Salzburg AG sind noch bis Oktober 2026 an den Tarif gebunden“, weiß Peter Eder. „Gerade für sie ist es bitter, dass andere Anbieter ihre Preise senken, während sie in Salzburg weiterhin mehr bezahlen müssen“, so der AK-Präsident abschließend.

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