01.12.2022

AK Salzburg lobt burgenländischen Wärmepreisdeckel

Eder: „Das Burgenland zeigt vor, was geht. Wo bleibt Salzburg?“

Im Gegensatz zur Bundesregierung zeigt das Burgenland eindrucksvoll vor, wie Teuerungsbekämpfung geht: In Österreichs östlichstem Bundesland wird es auf Initiative der Landesregierung demnächst einen Kostendeckel für alle Heizformen geben. Über einen Sozial- und Klimafonds werden den von der Teuerung gebeutelten Haushalten die zusätzlichen Kosten fürs Heizen – unabhängig von der Heizform – refundiert. AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder: „Ich gratuliere Landeshauptmann Doskozil, der mit dieser Maßnahme die Untätigkeit der Bundesregierung schonungslos aufzeigt. Doskozil zeigt, was möglich ist, er nimmt die Anliegen der Menschen ernst. Wo bleibt Salzburg mit eigenen Maßnahmen?“  

Die burgenländische Landesregierung greift ihren Einwohner:innen nun unter die Arme, indem es einen Wärmedeckel für alle Heizformen geben wird. Das Land und der Landesenergieversorger ziehen ein Auffangnetz für private Haushalte ein, das aus dem Sozial- und Klimafonds gespeist werden soll.

Abhängig von der jeweiligen Finanzkraft der Haushalte, werden die Heizkosten anhand des jährlichen Haushalts-Nettoeinkommens per sozialer Staffelung gedeckelt.

Anders in Salzburg: Bei einem Durchschnittsverbrauch von 15.000 kWh pro Jahr – dem durchschnittlichen Wärmebedarf eines Einfamilienhauses – wird es ab 1.1. 2023 richtig teuer. Nachtspeicherheizungs-Kund:innen beispielsweise zahlen dann statt 2.418 Euro jährlich künftig unfassbare 4.993 Euro.

AK-Präsident Peter Eder: „Kompliment an die burgenländische Landesregierung – sie nimmt in schwierigen Zeiten die Sorgen und Nöte ihrer Landsleute ernst und bewegt sich.“ Und in Richtung Chiemseehof: „Ein bisschen Burgenland würde auch Salzburg guttun, die Salzburger Landesregierung kann sich von ihren burgenländischen Kolleg:innen eine große Scheibe abschneiden, auch Salzburg muss Geld in die Hand nehmen und mit eigenen Maßnahmen aus der Deckung kommen.“  

Heizkostenbremse als Gebot der Stunde 

Der AK-Präsident fordert von der Landes- und Stadtpolitik eine Lösung, mit der Stromwärmekunden über die Heizsaison kommen. „Was bei Gewerbekund:innen mit den 100 Freistromtagen und Landwirtschaftsbetrieben möglich ist, muss auch für betroffene Privatkund:innen umsetzbar sein.“ Zudem spricht sich Peter Eder für einen Verzicht auf Stromabschaltungen aus. An den Bund gerichtet, fordert der AK-Präsident eine Heizkostenbremse, da die Kosten für Heizöl, Pellets, Holz & Co ebenfalls massiv gestiegen sind.

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