1 Jahr Corona: Bilanz und Ausblick

Das Jahr 2020 und Corona haben uns Beratungszahlen wie noch nie beschert: 210.000 Mal – rund 840 Mal pro Tag – haben wir den Salzburgerinnen und Salzburger im letzten Jahr geholfen. Jetzt heißt es „Raus aus der Krise“: Kaufkraft stärken, Investieren und die Krisenkosten gerecht verteilen. Wie lange uns die Pandemie noch in Atem hält, weiß keiner. Aber alle wissen: Auf die AK ist Verlass – egal was auch passiert. 

Der Beratungsbedarf bei unseren Expertinnen und Experten ist im letzten Jahr durch die Decke gegangen: Von A wie Arbeitsrecht, über K wie Kündigung und Kurzarbeit, R wie Reisestorno und S wie Sozialrechtsberatung bis hin zu Z wie Zahlungsschwierigkeiten bei Mieten oder Krediten. Das machte 210.000 Beratungen, ein Plus von 23 Pro­zent. Pro Werktag rund 840 Mal Hilfe, bedeutet einen neuen Beratungsrekord. Das zeigt: Auch in der größten Krise können sich die Menschen auf ihre Arbeiterkammer verlassen.

Die Schulden müssen von jenen bezahlt werden, die es sich leisten können. Wir werden es nicht zulassen, dass die Kosten auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Denn: „Fairness bedeutet auch, dass die Hilfen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden!

Peter Eder

AK-Präsident


Unsere Beratungszahlen

  • Arbeit, Soziales & Insolvenz: 128.000
  • Konsumentenschutz: 25.000
  • Steuerrecht: 56.000
  • Bildung: 1.000  

Besonders stark stiegen die telefonischen Beratungen. Standen wir die 2019 noch 120.000 Mal am Telefon beratend zur Seite, waren es im Krisenjahr etwa 170.000 telefonische Auskünfte. Per Mail halfen wir 15.000 und persönlich 25.000 Mal. Dazu hat unsere Rechtsabteilung rund 176 Covid-19-Verordnungen begutachtet, geprüft und gegebenenfalls lautstark interveniert.

Was wir für Sie erreicht haben

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und den Gewerkschaften konnten wir mit den Kurzarbeitsmodellen alleine in Salzburg zehntausende Arbeitsplätze sichern – am Höhepunkt der Krise befanden sich über 100.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Da hat sich einmal mehr gezeigt, dass sich das Einbinden der Arbeiterkammer und ihren Sozialpartnern in die Verhandlungen mit der Bunderegierung bezahlt gemacht hat.

Neben der Kurzarbeit konnte eine Home-Office-Regelung auf die Beine gestellt werden. Weiters haben wir unter anderem folgende Verbesserungen für die Menschen erreicht:

  • Aufstockung des Familienhärtefonds
  • Abschluss eines General-Kollektivvertrags sowie
  • die Aufstockung der Notstandshilfe auf Höhe des Arbeitslosengeldes.

Nicht zu vergessen unser Projekt „kauf-jetzt-daheim.at“ mit der Landwirtschaftskammer: Dabei bringen wir via Online-Plattform Konsumenten und landwirtschaftliche Betriebe zusammen und informieren, wo regionale Lebensmittel direkt, online oder via Zustellservice in der Nähe zu haben sind.

RAUS AUS DER KRISE

Kaufkraft stärken: Um den privaten Konsum wieder anzukurbeln, fordern wir, das Arbeitslosengeld von bisher 55 auf 70 Prozent Nettoersatzrate zu erhöhen. Und Konsumgutscheine in Höhe von 1.000 Euro für jeden Haushalt.

Investieren: Um den Menschen in dieser schwierigen Situation den nötigen Halt zu geben, erneuern wir unsere Forderung an die Salzburger Landesregierung, ein Dreijahres-Konjunkturpaket in Höhe von 450 Millionen Euro auf den Weg zu bringen.

Krisenkosten gerecht verteilen: Die Schulden müssen von jenen bezahlt werden, die es sich leisten können. Wir werden es nicht zulassen, dass die Kosten auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Denn: „Fairness bedeutet auch, dass die Hilfen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden!

  

Die Leistungen der AK im Corona-Jahr © AK, AK

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Die Schulden müssen von jenen bezahlt werden, die es sich leisten können. Wir werden es nicht zulassen, dass die Kosten auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Denn: „Fairness bedeutet auch, dass die Hilfen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden!

Peter Eder

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