14.03.2019

1,3 Millionen Euro erkämpft – Thema Wohnen bleibt Dauerbrenner

Die Schieflage zwischen Herstellern, bzw. Händlern und Verbrauchern auszugleichen, also Salzburgs Konsumentinnen und Konsumenten vor Abzocke zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie zu ihrem Recht kommen, gehört ebenso zur Aufgabe der Arbeiterkammer, wie für die politischen Interessen der Arbeitnehmer im Land einzutreten. 

Die Bilanz des AK-Konsumentenschutzes für das Jahr 2018 kann sich sehen lassen. 22.796 Mal wurde mit Rat und Tat geholfen – in einem Drittel der Fälle im persönlichen Gespräch, ansonsten telefonisch oder per E-Mail. „Dabei konnten unsere Beraterinnen und Berater in 2.764 Fällen insgesamt 1.284.306 Euro außergerichtlich für die Menschen im Bundesland Salzburg erkämpfen", zieht AK-Präsident Eder zufrieden Bilanz.

Wohnen bleibt Dauerbrenner – in einem Fall 1.600 Euro erkämpft

Das Top-Thema der AK-Konsumentenberatung ist und bleibt das Wohnen mit 8.036 Beratungen. „Seit 2012 belegt das Thema Wohnen unangefochten den 1. Platz im Beratungsranking“, sagt Angela Riegler, Leiterin der AK-Konsumentenberatung „In diesem Zeitraum sind die Beratungen um 34 Prozent gestiegen. Dahinter folgen Waren-, Dienstleistungs- und der Telekommunikationsbereich, die zusammen 7.961 Beratungen aufweisen.“

Mit welchen Problemen die Konsumentinnen und Konsumenten beim Thema Wohnen konfrontiert sind, zeigt ein aktueller Fall der AK-Wohn- und Mietrechtsberatung: Nach dem Auszug forderte Frau Moser A. (Namen geändert) ihre Kaution vom Vermieter zurück. Statt den ursprünglich einbezahlten rund 1.600 Euro wurden der Salzburgerin nur 600 Euro retour überwiesen. Den Rest, 200 Euro wegen künftigen Nachforderungen und rund 800 Euro wegen einer einzubauenden Tür, behielt der Vermieter ein. „Zu Unrecht“, betont Angela Riegler. „Der Vermieter konnte den Einbau der Tür nicht nachweisen. Zudem ist es nicht erlaubt, einen Teil der Kaution wegen möglicher noch bevorstehender Forderungen einzubehalten.“ Nachdem die Salzburgerin beim Vermieter kein Gehör fand, wandte sie sich an die AK Salzburg. Die Expertinnen und Experten intervenierten – mit Erfolg: Der Vermieter musste die gesamte Kaution ausbezahlen.

„Fälle wie diese, sind keine Seltenheit. Es kommt immer öfter vor, dass Vermieter zu Unrecht Kautionen einbehalten und Mieter für Schäden grundlos verantwortlich machen“, so die AK-Expertin, die gleichzeitig betont: „Als Mieter darf man sich nicht alles gefallen lassen. Treten Probleme auf, dann helfen unsere Beraterinnen und Berater.“

AK informiert am Weltverbrauchertag

Wie groß das Beratungsangebot der AK-Konsumentenberatung ist, darüber informiert die Arbeiterkammer im Rahmen einer Verteilaktion am morgigen Weltverbrauchertag (15. März). Oft kennen Konsumentinnen und Konsumenten nämlich ihre rechtlichen Möglichkeiten nicht. Die Aktion findet in mehreren Einkaufszentren – wie Zum Beispiel: Europark, Shopping Arena und Forum – statt. 

AUS UNSERER PRAXIS

Nach dem Auszug forderte Frau Moser A. (Namen geändert) ihre Kaution vom Vermieter zurück. Statt den ursprünglich einbezahlten rund 1.600 Euro wurden der Salzburgerin nur 600 Euro retour überwiesen. Den Rest, 200 Euro wegen künftigen Nachforderungen und rund 800 Euro wegen einer einzubauenden Tür, behielt der Vermieter ein.

„Zu Unrecht“, betont Angela Riegler. „Der Vermieter konnte den Einbau der Tür nicht nachweisen. Zudem ist es nicht erlaubt, einen Teil der Kaution wegen möglicher noch bevorstehender Forderungen einzubehalten.“

Nachdem die Salzburgerin beim Vermieter kein Gehör fand, wandte sie sich an die AK Salzburg. Die Expertinnen und Experten intervenierten – mit Erfolg: Der Vermieter musste die gesamte Kaution ausbezahlen.

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