Bilanz 2021 und Ausblick

198.000 Mal konnten wir im vergangenen Jahr den Salzburgerinnen und Salzburgern helfen. Nach der Pandemie gilt es jetzt, die nächste Krise zu meistern – die Teuerung, die mittlerweile alle Lebensbereiche erfasst hat und Vieles schon fast unleistbar macht. Fix bleibt: Auf die AK ist Verlass, wir sind die starke Partnerin in der Arbeits- und Lebenswelt unserer Mitglieder.

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AK-Jahresbericht 2021

Wer darauf gehofft hat, dass nach fast einem Jahr Corona-Krise eine Rückkehr zur Normalität erfolgt, wurde im letzten Jahr bitter enttäuscht. Explodierende Fallzahlen in der Beratung, alle paar Wochen wechselnde Rechtsvorschriften mit inhaltlich unklaren Formulierungen und Widersprüchen. Dazu das Testchaos und Behördenversagen bei der Ausstellung von Quarantänebescheiden. Soziale Schieflagen, etwa in Verteilungsfragen oder bei der Armutsbekämpfung, aber auch Versäumnisse im Bereich der Elementarbildung oder bei der längst überfälligen Neubewertung von unbezahlter Arbeit (zB Pflege und Kinderbetreuung). So liest sich der Beratungsalltag unserer Expertinnen und Experten quer durch alle Abteilungen.

TeUERUNG SORGT FÜR DIE NÄCHSTE kRISE

Als ob die Folgen der Pandemie nicht schon schwer genug zu bekämpfen wären: Seit dem letzten Quartal 2021 rollt eine gewaltige Teuerungswelle über die Beschäftigten hinweg. Dazu kommt, dass im vergangenen Jahr über 2 Millionen Menschen Einkommensverluste hinnehmen mussten.

Die Regierungen auf Bundes- und Landesebene haben es in der Hand, mit nachhaltigen Entlastungsmaßnahmen gegenzusteuern. Statt jedoch in die Offensive zu gehen, stecken die Verantwortlichen lieber den Kopf in den Sand und hoffen, dass diese Krise irgendwann vorüber ist. Das ist der falsche Weg: Je länger nicht entschieden gehandelt wird, desto größer wird die Gefahr, dass immer größere Teile der Bevölkerung verarmen. Alibi-Aktionen wie der 150-Euro-Energiegutschein bringen in diesem Zusammenhang jedenfalls viel zu wenig, da sie wie ein Tropfen auf dem heißen Stein sofort verpuffen.

 

was es jetzt braucht

  • Die Abschaffung der Kalten Progression
  • Preisobergrenzen auf Energie und Treibstoff
  • Eine befristete Mehrwertsteuer-Senkung auf LebensmitteL
  • Eine dauerhafte Anhebung von Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Familienbeihilfe
  • Eine Abschöpfung übermäßiger, ungerechtfertigt erzielter Krisengewinne

Damit sich bei den Schieflagen bei den Hilfsmaßnahmen, bei den Versäumnissen beim Gegensteuern in der Krise oder bei der Verteilungsfrage etwas ändert, brauchen wir einen Gerechtigkeitsturbo: Für mehr Zusammenhalt, Solidarität und Verteilungsgerechtigkeit. Für ein System, bei dem auch jene einen fairen Beitrag leisten, die ohnehin genug haben. Für eine gerechte Arbeitswelt, für einen starken Sozialstaat. Gerechtigkeit muss sein. Dieser Leitsatz ist aktueller denn je. Die AK wird gemeinsam mit den Gewerkschaften nicht lockerlassen.

Cornelia Schmidjell und Peter EDER

AK-Direktorin und AK-Präsident

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