Beschäftigte haben mehr Respekt verdient

Die 12. Vollversammlung des Salzburger Arbeitnehmerparlaments am 13. November stand ganz im Zeichen eines Aufrufs an die Regierenden: Die wertvolle Arbeit, die die Menschen hierzulande täglich leisten, hat mehr Respekt und Anerkennung verdient.

“Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind das Herz der Wirtschaft. Ohne ihren tagtäglichen Einsatz in den Betrieben könnte kein Unternehmen Gewinn machen, geschweige denn existieren oder überleben“, so AK-Präsident Peter Eder. „Die Wirtschaft boomt. Es ist also an der Zeit, dass die Menschen einen fairen Anteil erhalten. Das heißt: Faire Löhne, die ein gesichertes Leben ermöglichen, und gute Arbeitsbedingungen.“

Gemeinsam für gute Arbeit und leistbares Wohnen

Entsprechend der Punktation des Präsidenten lauteten viele der insgesamt 39 Anträge und Resolutionen. Alle Fraktionen fordern: Die Beschäftigten müssen einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Aufschwung bekommen (Stichwort: Lohnverhandlungen). Wohnen muss billiger werden, Arbeit darf nicht krank machen und das neue Arbeitszeitgesetz (AZG) soll wieder zurückgenommen werden.

Besonders Letzteres stößt AK-Präsident Eder sauer auf: „Wir haben eindringlich vor dem neuen Arbeitszeitgesetz gewarnt. Damit haben wir leider Recht behalten. Es sind bereits mehrere Fälle bekanntgeworden, wo die neuen gesetzlichen Regelungen missbraucht werden. Ich weiß, der Großteil der Unternehmen geht fair mit seinen Mitarbeitern um. Aber jene schwarzen Schafe, die es schon vorher nicht so genau mit Arbeitnehmerrechten genommen haben, haben jetzt quasi die Lizenz, ihre Mitarbeiter auszubeuten. Unsere Kritik am Arbeitszeitgesetz bleibt aufrecht, weil berechtigt.“

Einstimmige Resolution für ein faires Steuersystem

Den Höhepunkt der 12. Kammervollversammlung bildete eine von der Fraktion Sozialdemokratische GewerkschafterInnen (FSG) eingebrachte Resolution für ein faires Steuersystem, die über alle Parteigrenzen hinweg Zustimmung fand. „Noch immer werden zwei Drittel der Steuerlast von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern getragen, währenddessen Wirtschaftstreibende von der Bundesregierung weiter entlastet werden“, so Peter Eder. „Die Zeit ist reif für ein Steuersystem, von dem auch die Beschäftigten profitieren. Der ,Faktor‘ Arbeit muss endlich wieder mehr wert sein. Es muss sich auszahlen, dass man in der Früh aufsteht und arbeiten geht. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Land haben das Recht auf eine Arbeit, die ein gesichertes Leben ermöglicht – Stichwort: Auskommen mit dem Einkommen. Dafür werden wir auch weiterhin kämpfen. Die einstimmig beschlossene Resolution ist ein starkes Signal, das Tükis/Blau nicht überhören kann.“ 

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