Erfahrener Betriebsrat am Steuer

Unser AK-Präsident Peter Eder nutzte seinen Bezirkstag im Pinzgau, um den neuen Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer in Zell am See vorzustellen. Manfred Fellerer folgt Margit Pfatschbacher, die Mitte des Jahres in Pension ging.

Und er hat von Grund auf gelernt, was der Kampf für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedeutet. Fellerer war Kassier, Betriebsratsvorsitzender sowie Gründungsmitglied und schließlich Vorsitzender des Zentralbetriebsrats der Wolfram Bergbau und Hütten AG. Als ehemaliges Aufsichtsratsmitglied des Betriebs und ehemaliges Landesvorstandsmitglied der Gewerkschaft Pro-Ge kennt Fellerer die Beziehungen und Herausforderungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bestens.

7.353 Mal geholfen – 826.138 Euro für die Menschen erkämpft

Unsere gemeinsam mit Bischofshofen größte Bezirksstelle im Bundesland in Zell am See ist also bei dem gelernten Schlosser und technischen Zeichner in besten Händen. Das ist auch nötig, denn allein von Jänner bis September 2018 suchten die Menschen im Pinzgau 7.353 Mal Rat und Hilfe bei uns. 826.138 Euro konnten wir für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bezirk herausholen. Mehr als drei Viertel der Beratungen drehen sich dabei ums Arbeitsrecht. Darum will Manfred Fellerer den inhaltlichen Schwerpunkt seiner Arbeit im Bezirk neben Kinderbetreuung und Bildung vor allem auf die Arbeitsbedingungen am Bau und im Gastgewerbe setzen.

Menschen gesund in Arbeit halten, statt sie mit langen Arbeitszeiten krank machen

Denn gerade dort sorgt zum Beispiel das Arbeitszeit-Gesetz für Unsicherheit: „Manche Arbeitgeber stehlen sich aus der Verantwortung, lassen ihre Arbeitsverträge vom Steuerberater machen, und dann kommen im Rahmen des neuen Arbeitszeit-Gesetzes problematische Konstruktionen heraus. Eigentlich sollten Arbeitgeber Arbeitsverträge vorab von der Arbeiterkammer oder der Wirtschaftskammer prüfen lassen“, fordert Fellerer. In der Bauwirtschaft könne jetzt zwar länger gearbeitet werden, dabei dürfe die Gesundheit aber nicht zu kurz kommen. Irgendwann ist die harte Arbeit nämlich nicht mehr unbegrenzt möglich. „Wir sind für längeres Arbeiten, jedoch an Jahren bis zur Pension. Die Menschen müssen das Rentenalter gesund erreichen und dürfen dem Arbeitsmarkt nicht mit 55 Jahren oder früher verloren gehen“, so Fellerer.

Im Rahmen des Bezirkstages mit Gesundheits-Schwerpunkt forderten unser Präsident Peter Eder und Manfred Fellerer außerdem, dass die Zusagen zum Ausbau des Tauernklinikums in Mittersill halten müssen. Der Gesundheitsbereich ist im Pinzgau seit 2013 prozentuell am stärksten gewachsen.

Peter Eder und Manfred Fellerer zu Besuch beim Tauernklinikum in Zell am See und in den Seniorenheimen Zell am See und Mittersill.  

Zahlen aus dem Pinzgau

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Die Zusagen zum Ausbau des Tauernklinikums müssen halten.

peter eder

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