23.3.2018
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Peter Eder ist neuer AK-Präsident

Steckbrief

AK-Präsident Peter Eder © AK/Neumayr, AK

Als Peter Eder am 4. September 1969 in Schwarzach zur Welt kam, unterschrieben gerade hunderttausende Österreicherinnen und Österreicher das Volksbegehren zur 40-Stunden-Woche. Ein Meilenstein der Arbeiterbewegung. Zu dieser Zeit standen noch 6-tägige Arbeitswochen mit 48 Stunden an der Tagesordnung. Heute geht es uns besser. Und das ist das Resultat konsequenter Interessenvertretung. 

Schon während seiner Lehre zum Maschinenschlosser in der Salzburger Aluminium AG (SAG) engagierte sich Peter Eder als Jugendvertrauensrat. Mit 22 Jahren wurde er Jugendreferent, später Jugendsekretär beim ÖGB. 1995 wechselte Peter Eder in die Metallergewerkschaft. Nach Fusionen mit anderen Gewerkschaften wurde er 2013 Landessekretär der Gewerkschaft PRO-GE.

Während der vergangenen zwei Jahrzehnte war der neue AK-Präsident in der Kommunalpolitik für die Sozialdemokratische Partei aktiv, zu Beginn in Lend, ab 2002 in seinem neuen Heimatort Bürmoos. Dort wählten ihn die Einwohnerinnen und Einwohner nach nur 7  Jahren zum Bürgermeister. In seiner Amtszeit stellte Peter Eder zum Beispiel die Kinderbetreuung auf neue, familienfreundlichere Beine. Auch dem Thema leistbares Wohnen widmete er viel Energie. Peter Eder ist verheiratet und hat zwei Kinder. 


3 Fragen an Peter Eder
Du übernimmst mit der AK Salzburg ein gut bestelltes Haus.
Welche Akzente willst du setzen?

Die AK ist eine moderne Serviceeinrichtung und Interessenvertretung die sehr gut funktioniert. Dafür kann ich Siegi Pichler nicht genug danken. Mein Ziel ist es jetzt, die vorhandenen Stärken in den nächsten Jahren noch weiter auszubauen. Und verbessern kann man trotzdem immer noch etwas. Als Schwerpunkte sehe ich neben unserer Hauptaufgabe „gute Arbeit“ möglich zu machen in jedem Fall die Themen Familie und Beruf, Wohnen und Einkommen. Da gibt es in Salzburg nach wie vor viel zu tun.

Gibt es schon konkrete Vorhaben?

Ich möchte auf jeden Fall die Kommunikation der AK mit ihren Mitgliedern noch einfacher und direkter machen – das Haus noch weiter öffnen und nach außen bringen. Dazu zudem mehr Service vor Ort und online bieten – wir machen das gerade mit dem Gesundheitsberufe-Register, der Kindersachenbörse und der Handy-Signatur vor. Im AK-nahen Bildungsbereich könnte ich mir vorstellen, stärkere Schwerpunkte im Bereich Technik, Informatik und Naturwissenschaften zu setzen. Und natürlich besonders wichtig: Eine ganz enge Zusammenarbeit und reger Austausch mit den Betriebsrätinnen und Betriebsräten – sie sind die erste Anlaufstelle für die Sorgen der Beschäftigten und die wichtigste Stütze unserer Arbeit als Interessenvertretung. 

Hast du so etwas wie einen Leitspruch?

Man muss lösungsorientiert arbeiten. Das schlechteste ist, wenn man sagt, warum etwas nicht geht. Es geht um Ergebnisse. Und: Wir helfen den Leuten. Die Arbeitnehmer sind nicht für uns da, sondern die AK für die Arbeitnehmer. Drei Beispiele für dieses lösungsorientierte Handeln, das ich auch in der Arbeiterkammer vorleben will: In Bürmoos haben wir mit dem Zusammenlegen von Krabbelgruppen und Kindergarten Betreuungsmöglichkeiten geschaffen, die Kindeswohl und Berufstätigkeit der Eltern vereinbar machen. Ganzjährig, preiswert, mit möglichst langen Öffnungszeiten und einer guten Freizeiteinteilung für die Betreuenden. Ebenso die Spürnasenecke im Ort, wo es eben um die MINT-Fächer, um Forschung und das Wecken von Neugierde geht. Jetzt wird bald ein Wohnbauprojekt mit Mieten zwischen 7 und 8 Euro pro Quadratmeter fertig. Als Ex-Bürgermeister weiß ich: Wenn es viel sozialen Wohnbau gibt, überlegen sich auch Private ihre Preise. Das alles sind Zukunftsinvestitionen.



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