29.12.2017
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"Veränderungen nicht zu Lasten der Arbeitnehmer"

Vieles im Programm der neuen Bundesregierung ist bis dato nur vage umschrieben.  „Wir stehen Veränderungen grundsätzlich nicht negativ gegenüber“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler, „solange sie in einem fairen Rahmen ablaufen. Das heißt, dass auch die Beschäftigten davon profitieren müssen und dass es keine Verschlechterungen etwa bei den Einkommen, sozialer Absicherung, Bildung oder im Gesundheitswesen gibt. Veränderung muss Fortschritt, nicht Rückschritt heißen. Da werden wir der neuen Regierung ganz genau auf die Finger schauen. Auf eines können sich die Menschen jedenfalls im kommenden Jahr verlassen: Die Arbeiterkammer wird auch 2018 die Stimme für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erheben und ein verlässlicher Partner der Beschäftigten sein. Für eine gerechte Zukunft!“ 

Das Jahr 2017 hat kurz vor Weihnachten eine neue Regierung für Österreich gebracht. Im Regierungsprogramm von Türkis-Blau stehen bei vielen Themen aber bis dato nur vage Formulierungen. Trotzdem bekräftigt AK-Präsident Pichler, die neue Regierung nicht an ihren Farben zu messen, sondern daran, was sie für die Beschäftigten in diesem Land tun wird: „Der Arbeiterkammer ist es wichtig, dass bei Veränderungen nicht auf die arbeitenden Menschen vergessen wird. Neuerungen ja, solange auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon profitieren und keine Verschlechterungen erleiden.“ 

So ist für Pichler zum Beispiel das Vorhaben, Kleinverdiener zu entlasten grundsätzlich begrüßenswert: „Aber nur, wenn es dadurch zu keinen Reduzierungen im Sozialbereich kommt“, so der AK-Präsident. 

AK wird genau hinschauen

Ins Auge stechen auf den 180 Seiten des Regierungsprogramms viele Überschriften und vage Botschaften. Große Errungenschaften und Verbesserungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fallen (noch) nicht wirklich auf. Oder sind zumindest gut zwischen den Zeilen versteckt. Die Frage ist: Welche konkreten Maßnahmen folgen auf die Ansagen? Der Teufel steckt im Detail. „Wir sind den Arbeitnehmern verpflichtet und werden dafür kämpfen, dass Österreich nicht alleine von Großsponsoren und undurchsichtigen Lobbys gestaltet wird“, so Pichler.

Gute Konjunktur nützen, um in Arbeitsplätze zu investieren

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist und bleibt eine große Herausforderung - auch im kommenden Jahr. „Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Sinken begriffen ist, müssen wir Beschäftigung fördern statt Arbeitslosigkeit verwalten und hinnehmen. Die guten Konjunkturaussichten kommen da wie gerufen“, sagt Pichler. Apropos Konjunktur: Der Kehrtwende eines Teils der Salzburger Landesregierung in Sachen Ausbau von Einkaufszentren ist für den AK-Präsidenten ein Silberstreif am Horizont: „Denn gerade für die stark konjunkturabhängige Bauwirtschaft, aber auch für den Handel sind solche Projekte wichtig, weil sie nicht nur neue Arbeitsplätze bringen, sondern auch bestehende Jobs sichern.“

Arbeitsplätze, sichere Pensionen, leistbares Wohnen, Bildung 

Für die Arbeiterkammer gilt auch 2018: Unsere Zukunft muss gerecht sein! Dazu gehören neben sicheren Pensionen gute Arbeitsplätze mit gutem Verdienst, leistbares Wohnen und die beste Bildung für unsere Kinder. „Dafür macht sich die Arbeiterkammer stark, hier werden wir nicht locker lassen – auch nicht gegenüber der neuen Regierung. Gemeinsam mit den Gewerkschaften werden wir auch zukünftig dafür sorgen, dass die Interessen unserer Mitglieder nicht zu kurz kommen“, verspricht Pichler.

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