28.12.2017
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Umtausch nur bei mangelhafter Ware

Oft stehen Konsumentinnen und Konsumenten am Heiligen Abend vor dem Problem, dass Geschenke nicht gefallen, passen oder gar nicht funktionieren. Der Umtausch nach den Weihnachtsfeiertagen kann sich aber als schwierig darstellen. Denn: Ein gesetzliches Recht auf Umtausch gibt es nur bei mangelhaften Produkten. „Wer Fragen oder Probleme beim Umtausch von Artikeln hat, den beraten wir gerne“, sagt AK-Konsumentenschützer Peter Niedermayr.

Für viele Konsumenten beginnt der eigentliche Weihnachtsstress erst nach der Bescherung wenn es darum geht, Geschenke, die nicht passen, nicht gefallen oder defekt sind, zum Händler zurückzubringen. Heute am 27. Dezember – Tag 1 nach den Weihnachtsfeiertagen – werden traditionell wieder viele Salzburgerinnen und Salzburger in die Geschäfte und Einkaufstempel pilgern und versuchen, Geschenke umzutauschen. Das kann sich für die Betroffenen aber auch als schwierig darstellen.

Peter Niedermayr von der AK-Konsumentenberatung: „Nach den Feiertagen ist der Frust bei manchen Konsumenten besonders groß, da zu diesem Zeitpunkt selbst wir nicht immer helfen können. Hilfreich ist auf jeden Fall der Kassenbon, bzw. die Rechnung. Sollte ein Produkt Mängel aufweisen, kann mit der Quittung nachgewiesen werden, wann und wo das Produkt gekauft wurde. Sollte der Kassenbon über die Feiertage verloren gegangen sein, dann kann der Nachweis, wo ein Geschenk gekauft wurde, vom Käufer auch durch die Bestätigung einer dritten Person -  also wenn jemand Dritter beim Einkauf dabei war – erbracht werden.“ 

Kein gesetzliches Recht auf Umtausch

Aber Achtung - was viele Menschen nicht wissen: Ein gesetzlich verbrieftes Recht auf Umtausch gibt es nicht. Laut Niedermayr versteht man unter Umtausch die Rückgabe einer mängelfreien Sache, die beispielsweise dem Beschenkten nicht gefällt. Obwohl wiegesagt kein Rechtsanspruch auf Umtausch besteht, zeigen sich viele Firmen und Händler kulant und gewähren den Kunden im Allgemeinen ein Umtauschrecht. 

Für dieses Umtauschrecht stellen Geschäfte manchmal bestimmte Regeln auf: So kann ein Umtauschrecht etwa davon abhängig gemacht werden, ob man einen Kassenbon vorlegen kann, oder ob der Artikel in Original verpacktem Zustand ist. Da es eben kein gesetzliches Umtauschrecht gibt, wird den Konsumenten und Konsumentinnen in diesen Fällen nichts anderes übrig bleiben, als diese Regeln zu akzeptieren. „Sollte die Ware tatsächlich mangelhaft sein, dann bestehen gesetzliche Gewährleistungsansprüche“, erklärt der AK-Experte. 

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