2.6.2017
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9,5 Millionen an zu viel bezahlten Steuern für Salzburger zurückgeholt

Fast 15.000 Arbeitnehmerveranlagungen an 12.500 Terminen. Mehr Berater, längere Beratungszeiten. Das brachte den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die den Steuerlöscher 2017 von Arbeiterkammer und ÖGB Salzburg in Anspruch nahmen, in Summe 9,5 Millionen Euro. Eine Million mehr als im Vorjahr! Die Aktion besteht seit 10 Jahren – und wird von immer mehr Menschen genutzt. Ein Ehepaar erhielt sogar fast 11.000 Euro zurück.  AK-Präsident Siegfried Pichler: Wir achten auf die Interessen der Beschäftigten. Dazu gehört, dass sie gut von ihrem Einkommen leben können. Der Steuerlöscher hilft aktiv dabei und wird jährlich noch besser!“

Die Aktion Steuerlöscher der Arbeiterkammer und des ÖGB Salzburg jagt von Rekord zu Rekord. Das Serviceangebot an Salzburgs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feierte heuer sein 10-jähriges Bestehen. Mit 9,5 Millionen Euro an Steuergutschriften wurde bis Ende Mai mehr Geld als jemals zuvor für die Menschen im Salzburg vom Finanzministerium zurückgeholt: Plus 12 Prozent im Vergleich zu 2016. 

Kinderbetreuungskosten Brief an Gemeinden zahlte sich aus

„Es zahlt sich aus, mit der AK und dem ÖGB Steuern zu löschen, die man zu viel bezahlt hat“, sagt Peter Lederer, der Leiter des Projekts. Im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt gemacht hat sich auch der Brief der Arbeiterkammer an alle Bürgermeister im Bundesland. „Wir haben die Ortschefinnen und Ortschefs darum gebeten, Eltern die Kindergartenkosten automatisch zu melden“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler. Prompt kamen heuer deutlich mehr Kunden, die Kinderbetreuungskosten absetzen wollten.

Niedrige und mittlere Einkommen profitierten besonders

Vor allem die Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen sorgte für einen zusätzlichen Rückzahlungs-Turbo: Die Rückerstattung der Sozialversicherungsbeträge (Negativsteuer) stieg auf bis zu 500 Euro. Auch der Kinderfreibetrag wurde auf 440 bis 600 Euro (wenn ihn die Eltern aufteilen) angehoben. „Wir schauen auf die Interessen der Beschäftigten. Und dazu gehört, dass die Menschen gut von ihrem Einkommen leben können. Die von AK und ÖGB durchgesetzte Lohnsteuerentlastung trägt wesentlich dazu bei. Und mit dem Steuerlöscher helfen wir aktiv dabei, sich dieses Geld auch abzuholen!“, so Siegfried Pichler.

Mehr Berater länger im Einsatz – 12.500 Termine abgearbeitet

Heuer waren mehr Berater gleichzeitig zu längeren Zeiten als je zuvor im Einsatz. Sie führten In Summe knapp 15.000 Arbeitnehmerveranlagungen an 12.500 vergebenen Terminen durch. Und die Beraterinnen und Berater werden immer besser: Mittlerweile gibt es in Kooperation mit dem Institut für Steuerrecht der Uni Salzburg eine eigene Lehrveranstaltung „Die Arbeitnehmerveranlagung“.

Auch in den Betrieben ist der Steuerlöscher erfolgreich: Über 50 Betriebsrätinnen und Betriebsräte holten die Aktion in die Firma. Der Steuerlöscher bietet seit 2016 Beratungen direkt vor Ort an – in Betrieben, Gemeinden und Krankenhäusern.

Ehepaar erhielt fast 11.000 Euro Steuergutschrift

Bei den Beratungen können in speziellen Fällen große Summen zusammenkommen. Ein Arbeitnehmer erhielt eine Steuergutschrift in Höhe von 10.576 Euro: Das Paar hat drei Kinder, die Ehefrau verdiente wenig und die Familie konnte sehr viele Sonderausgaben und hohe Kinderbetreuungskosten absetzen.

„Die AK vertritt nicht nur die Interessen ihrer Mitglieder – wir helfen konkret. Nicht nur bei Problemen, sondern im alltäglichen Leben, das der Steuerlöscher für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedenfalls finanziell ein wenig leichter macht. Das ist auch dringend nötig, denn die oft horrenden Lebenshaltungskosten – etwa im Bereich Wohnen – belasten viele Salzburgerinnen und Salzburger schwer. Hier muss vor allem die Politik gegensteuern!“, sagt Siegfried Pichler. Auf den Steuerlöscher können sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedenfalls auch 2018 verlassen.

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