9.7.2018
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9,1 Millionen zu viel bezahlte Steuern zurückgeholt - 13.750 Mal beraten

Fast 14.000 Arbeitnehmerveranlagungen haben die Expertinnen und Experten von Arbeiterkammer und ÖGB heuer im Rahmen des Steuerlöschers durchgeführt. Knapp 9,1 Millionen Euro kamen so zusammen. Die Aktion besteht seit 11 Jahren – und ist erfolgreich wie eh und je. Eine Familie wird sogar über 17.000 Euro zurückerhalten. AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können sich auf uns verlassen. Wenn es um Recht und Gerechtigkeit geht. Oder einfach nur darum, mit Aktionen wie Steuerlöscher und Tauschbörsen mehr Geld zur Verfügung zu haben. Gemeinsam sind wir stärker!“

Das Service „Steuerlöscher“ von Arbeiterkammer und ÖGB schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Seit 11 Jahren gibt es die jährliche Aktion. Heuer wurden von März bis Ende Mai  9.084.564 Millionen Euro zurückgeholt. 13.750 Arbeitnehmerveranlagungen haben die Beraterinnen und Berater dafür durchgeführt – im Schnitt brachte ein Termin 660 Euro. 84 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion sind zwischen 21 und 65 Jahre alt. Aber auch ehemalige Beschäftigte und jetzige Pensionisten profitieren – sie machen 13% aus. Am kleinsten ist der Anteil der unter-20-jährigen. „Sie verlassen sich offenbar auf die automatische Veranlagung, die aber nicht immer das optimale Ergebnis liefert“, weiß Steuerlöscher-Chef Peter Lederer.

Auch in den Betrieben war der Steuerlöscher erfolgreich: 46 Unternehmen wurden auf Initiative der dortigen Betriebsrätinnen und Betriebsräte besucht. 1.028 Arbeitnehmerveranlagungen führte der ÖGB vor Ort durch. Dieses Service auf Anfrage gibt es seit 2016 in Betrieben, Gemeinden und Krankenhäusern.

3.670 Unterschriften für den Erhalt der „Topfsonderausgaben“

Heuer führte die Arbeiterkammer im Rahmen des Steuerlöschers auch eine Unterschriftensammlung für den Erhalt der so genannten Topfsonderausgaben durch. Diese wirken nämlich ab 2020 nicht mehr steuermindernd. Zusätzliche Personenversicherungen, das Schaffen von Wohnraum oder Sanierungen können dann zum Beispiel nicht mehr abgesetzt werden. „Wir fordern, dass 2.000 Euro pro Person hierfür steuerlich geltend gemacht werden können. Dafür haben bereits 3.670 Salzburgerinnen und Salzburger unterschrieben“, so Peter Lederer.

Beeindruckende und kuriose Steuerlöscher-Fälle:

  • Eine Familie aus dem Tennengau etwa war das erste Mal beim AK/ÖGB-Steuerlöscher. In der Beratung kamen die Eltern darauf, dass wegen der Behinderung eines Kindes zustehende Freibeträge nie beansprucht worden waren. Die Steuerexperten von AK und ÖGB führten die Beratung für 5 Jahre rückwirkend durch und konnten zusätzlich Kosten für die Betreuung des Kindes und Ärzte geltend machen. Unter dem Strich kamen 17.249 Euro Rückzahlung heraus, die die Familie nach dem Einreichen aller Dokumente erhalten wird.
  • Ein Ehepaar, das wegen dem Arbeitsplatz der Frau in Deutschland einen doppelten Haushalt führen und sehr oft hin und her fahren muss, konnte sich ebenfalls freuen: Der Ehemann erhielt 3.940 Euro.
  • Vor allem bei einer Behinderung kann steuerlich vieles geltend gemacht werden. Ein Betroffener ist mittlerweile deshalb Stammkunde beim Steuerlöscher. Die Beraterin errechnete eine Gutschrift von 10.388 Euro.
  • Der kurioseste Fall heuer: Eine 10jährige erhielt eine Rückerstattung ihrer bezahlten Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer. Das junge Mädchen hat in einem Film mitgespielt und die Agentur übermittelte ordnungsgemäß einen Lohnzettel ans Finanzamt.

Für die Menschen da: Steuerlöscher nur eines von vielen Services

AK-Präsident Peter Eder zum Steuerlöscher-Erfolg: „Wir sind für unsere Mitglieder da. Und das nicht nur dann, wenn es ein Problem gibt. Wir helfen und beraten in allen Lebensphasen. Und wir kümmern uns darum, das alltägliche Leben für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch finanziell etwas leichter zu machen. Das ist dringend nötig, denn die hohen Lebenshaltungskosten – etwa im Bereich Wohnen – belasten viele Salzburgerinnen und Salzburger schwer. Die Menschen können sich jedenfalls auf ihre AK verlassen. Gemeinsam sind wir stärker!“  

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