23.1.2018
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So hilfreich ist die Handy-Signatur in der Beratung und darüber hinaus

Als eine der ersten Serviceorganisationen setzt die Arbeiterkammer die Handy-Signatur jetzt umfassend im Beratungsalltag ein – inklusive vor Ort-Freischaltung. So können schnell die passende Kinderbetreuungsgeld-Variante, das ideale Beschäftigungsausmaß für eine gute Pension und der richtige Zeitpunkt zum Antritt empfohlen werden. Auch sofortige Auskunft, ob und wie lange man bei Jobverlust Arbeitslosengeld erhält, ist möglich. „Wir bieten bestes Service und sparen AK-Mitgliedern Zeit und Wege. Und wir geben ihnen das Werkzeug, sich Informationen selbst zu holen, die für Lebensentscheidungen wichtig sind“, sagen AK-Präsident Siegfried Pichler und Direktor-Stellvertreterin Cornelia Schmidjell.

Die Handy-Signatur ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Behörden setzen auf diesen „digitalen Personalausweis“. Als eine der ersten Beratungsorganisationen nutzt die Arbeiterkammer Salzburg jetzt die Services der Handy-Signatur umfassend, um Menschen in den Bereichen Sozialversicherung und Arbeitsrecht zu helfen. Aber nicht nur das: Mitglieder können die Handy-Signatur direkt in der AK kostenlos und schnell einrichten lassen. Man braucht nur das eigene Handy und einen Lichtbildausweis.

„Die Arbeiterkammer ist Interessenvertretung und Serviceorganisation gleichermaßen. Deshalb wollen wir in jeder Hinsicht möglichst nah an den Bedürfnissen unserer Mitglieder und Kundinnen und Kunden sein. Wir sparen jetzt eine Menge Behördenwege, die Menschen sonst im Rahmen oder vor einer Beratung erledigen müssten. Wir machen die Handy-Signatur darüber hinaus für jedes AK-Mitglied im persönlichen Alltag einfach, schnell und kostenlos nutzbar. Und wir planen, unsere Services in diesem Bereich weiter auszubauen!“, so AK-Präsident Siegfried Pichler.

Seit 2015 rund 50 Prozent mehr Beratungen im Sozialbereich

Anlass für das neue Service war der große Anstieg der AK-Beratungen im Sozialversicherungsbereich. 2017 wurden dort 5.648 Männer und Frauen persönlich betreut. Die Beratungszahlen stiegen in den beiden vergangenen  Jahren um fast 50 Prozent. Gründe sind unter anderem mehr soziale Problemlagen wie die hohe Arbeitslosigkeit vor allem Älterer und gesundheitlich Angeschlagener. Dazu kommen viele Änderungen im Pensionsrecht, beim Kinderbetreuungsgeld und Neues wie die Wiedereingliederungsteilzeit. Bei diesen Beratungen müssen die AK-Expertinnen und -Experten oft auf Daten zugreifen, die für die Sozialversicherung relevant sind.

„Bisher mussten diese Datenauszüge in Papier von den Rat Suchenden direkt bei Pensionsversicherungsanstalt oder GKK geholt und zur AK mitgebracht werden. Telefonische Informationen sind wegen strengem Datenschutz oft nicht möglich. Jetzt können die Daten unter Nutzung der Handy-Signatur gemeinsam mit den Beratenen eingesehen werden. Das macht nicht nur unser Service effizienter. Es spart allen Beteiligten viel Zeit, Wege und Nerven“, sagt Siegfried Pichler.

AK-Mitglieder bekommen geballte „Informationsmacht“ in die Hand

Und das ist nur der unmittelbare Nutzen der für Mitglieder kostenlosen Einrichtung der Handy-Signatur in der AK Salzburg: „Wir wollen auch möglichst viele Menschen dazu befähigen, über ihre Daten rund um die Themen Pension, Sozialleistungen und Krankenstand selbst Bescheid zu wissen und bestimmte Erledigungen wie den Antrag für das Kinderbetreuungsgeld oder das Einreichen von Wahlarztrechnungen direkt elektronisch vornehmen zu können“, sagt AK-Direktor-Stellvertreterin Cornelia Schmidjell.

„Wir fördern die digitale Kompetenz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Denn für viele Menschen ist Online-Shoppen zwar eine Selbstverständlichkeit. Viel wichtiger ist uns aber, dass man sich im Netz ganz einfach über die eigene soziale Absicherung und zukünftige Lage informieren kann. Erst dann kann man wirklich wichtige Entscheidungen für das eigene Leben fundiert treffen. Etwa ob und wie viele Stunden man Teilzeit arbeitet“, so Siegfried Pichler und Cornelia Schmidjell.

Info: Das kann die Handy-Signatur

Derzeit können mit der Handy-Signatur rund 60 Services der Sozialversicherung bequem vom Computer, Tablet oder Smartphone aus genutzt werden. Etwa das Einsehen des Pensionskontos, die Kontrolle der Versicherungszeiten, der bezahlten Rezeptgebühren, eigener Arztbesuche, der Krankenstände, des Wochengeld-Bezugs und der An- und Abmeldungen bei der Sozialversicherung. Über die elektronische Gesundheitsakte können Befunde und Medikamentenverordnungen eingesehen werden – dieses Service wird laufend ausgebaut. Zu viel bezahlte Steuern zu löschen wird über den Zugang zu Finanzonline mit der Handy-Signatur leichter. Insgesamt ermöglicht der „digitale Personalausweis“ rund 200 deutlich kürzere Behördenwege.

So funktioniert das Einrichten in der AK Salzburg

  • Man geht persönlich zum Servicecenter der Arbeiterkammer in der Markus-Sittikus-Straße 10 in Salzburg. Wichtig: Geladenes und empfangsbereites Handy und Lichtbildausweis nicht vergessen.
  • Vor Ort wählt man eine Signatur-Pin und ein Widerrufspasswort. Die AK behält keine Unterlagen. Das Service ist exklusiv für Mitglieder der AK Salzburg.
  • Nachdem die Handy-Signatur aktiviert ist, kann man sofort sicher und bequem Online-Angebote von Behörden, Sozialversicherungen und anderen nutzen. Man muss nur die eigene Handynummer mit dem gewählten Passwort eingeben und erhält dann wie beim Online-Banking einen Code per SMS.

Beispiel 1: Welches KinderBetreuungsgeld, Teil- oder Vollzeit?

Ein ganz klassischer Fall der AK-Beratung ist, wenn eine Arbeitnehmerin ihr erstes Kind erwartet. Sie braucht nicht nur Informationen rund um das Kinderbetreuungsgeld, sondern auch darüber, wie sich eine spätere Teilzeitarbeit auf ihre Pension auswirkt.

Mit der Handy-Signatur können die AK-Expertinnen und -Experten in die Versicherungsdaten Einsicht nehmen und – wenn der Mutterschutz bereits begonnen hat – über die Höhe des Wochengeldes Auskunft geben. „Darauf aufbauend können wir prüfen, ob das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld oder die Konto-Variante für die Arbeitnehmerin am günstigsten ist“, sagt AK-Sozialrechts-Beraterin Gerda Klingenbrunner: „Außerdem können wir zu den bisher erworbenen Pensionsansprüchen Auskunft geben und damit berechnen, wie sich eine Teilzeit-Beschäftigung im Vergleich zu Vollzeit-Arbeit auf die zukünftige Pension auswirkt.“

Beispiel 2: Korridorpension in Anspruch nehmen oder nicht?

Ein 61-jähriger Arbeitnehmer steht vor der Entscheidung, ob er mit 62 vorzeitig in die Korridorpension gehen oder ob er weiter arbeiten und die Pension erst später in Anspruch nehmen soll. Er möchte sich informieren, wie sich ein längerer Verbleib im Erwerbsleben und somit ein späterer Pensionsantritt auf seine Pension auswirkt.

Auch hier können Die Expertinnen und Experten der AK jetzt einfach gemeinsam mit dem Beratenen Einsicht ins Pensionskonto nehmen. Aus der bisherigen Gutschrift ergibt sich, wie sich die Ansprüche weiter entwickeln, wenn er später in Pension geht.

Beispiel 3: Jobverlust – Gibt es Arbeitslosengeld?

Ein Arbeitnehmer hat gerade erfahren, dass er demnächst seine Stelle verlieren wird. Er musste seine Berufstätigkeit in den letzten Jahren wegen Krankheit und Arbeitslosigkeit öfters unterbrechen. Mit der Handy-Signatur kann auch hier schnell geklärt werden, ob er Arbeitslosengeld erhält und wie lange er einen Anspruch hat.

„Wir helfen unseren Kundinnen und Kunden, sich durch den einfachen Online-Zugriff immer über ihre Daten im Klaren zu sein. Das stärkt auch das Vertrauen ins Versicherungssystem, weil künftige Ansprüche sichtbar werden. Und: Es stärkt das System selbst, weil Eingriffe in diese Ansprüche, die die Menschen bereits online vor Augen haben, besser und transparenter argumentiert werden müssen“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler.

Immer für die Menschen da: AK baut Online-Services laufend aus

Die AK will mit der Handy-Signatur aber nicht nur deren aktuell rund 200 kurze Behördenwege in die Beratung integrieren. In Zukunft werden eigene Services auf Basis der „digitalen Unterschrift“ angeboten. Im Rahmen der Registrierung der Gesundheitsberufe etwa ab Sommer 2018. Die AK führt die Registrierung durch – auch online. In diesem Zusammenhang will die AK das Einrichten der Handy-Signatur auch in ihren Bezirksstellen möglich machen.

„Wir geben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, die Handy-Signatur auf einfachstem Weg freizuschalten und zu nutzen. Und wir erweitern aktiv unser Angebot an Online-Lösungen. Schon jetzt gibt es eine Reihe von Werkzeugen, Rechnern und Apps, mit denen die AK das Leben leichter macht. Etwa den Mindestsicherungsrechner, der gemeinsam mit der Armutskonferenz entwickelt wurde und ermöglicht, Ansprüche digital vorauszuberechnen“, so Siegfried Pichler und Cornelia Schmidjell.

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