23.5.2018
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Wer an den Ruhezeiten rüttelt, schafft keine attraktiven Arbeitsplätze

Petra Nocker-Schwarzenbacher kritisiert das Arbeitszeit-Gesetz und die Ruhezeiten als eines der größten Probleme im Tourismus. „Mit solchen Aussagen gewinnt man keine Arbeitnehmer und Fachkräfte für die Zukunft. Die Beschäftigten arbeiten bereits jetzt sehr flexibel und leisten großartige Arbeit. Es braucht neue Wege bei der Arbeitszeit, die bereits viele Unternehmen gemeinsam mit der Belegschaft vorleben. Die findet man aber nur, wenn man sich zusammensetzt, statt über das immer Gleiche zu lamentieren“, stellt AK-Präsident Peter Eder klar.

In der heutigen Ausgabe der Salzburger Nachrichten bezeichnet WK-Spartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher das Arbeitszeitgesetz als „eines unserer größten Probleme“ im Tourismus. Schwarzenbacher wird als neue ÖVP-Landesrätin gehandelt. Die Aussage stößt auf Unverständnis bei AK-Präsident Peter Eder.

„Ich bin stets für gemeinsame Gespräche zu haben und absolut überzeugt davon, dass Wirtschafts- und Arbeitnehmervertreter mehr erreichen, wenn sie zusammenarbeiten. Aber immer wieder die Arbeitszeitregelungen als angeblich so großes Hindernis herbeizuzerren nutzt letztendlich niemandem. Dadurch werden die Arbeitsplätze im Tourismus nicht attraktiver, keine Arbeits- und Fachkräfte für die Zukunft gewonnen. Man muss es klar sagen: Das größte Problem vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesem Bereich sind schon jetzt hauptsächlich unattraktive Arbeitszeiten. Diese Realität darf man nicht ignorieren!“

Neue Wege gehen, statt ewig über das Gleiche zu lamentieren

Für Peter Eder braucht es andere Ideen zur Arbeitszeit, neues Denken statt immer wieder in dieselben, ausgetragenen Schuhe zu steigen. „Die Beschäftigten in Salzburg arbeiten bereits sehr flexibel. Sie leisten Großartiges und geben ihr Bestes. Das sehe ich in jedem Betrieb, den ich besuche. In den Unternehmen der verschiedensten Branchen treffe ich übrigens immer wieder zum Beispiel Köche, die nicht mehr als solche arbeiten. Das hat Gründe. Deshalb erwarte ich mir zum Thema Arbeitszeiten im Tourismus und allgemein offene, ehrliche Gespräche mit dem Ziel, wirklich für alle etwas weiterzubringen. Die Kollektivverträge bieten jetzt schon viele Möglichkeiten, flexibel zu arbeiten. Zahlreiche Firmen nutzen das bereits jetzt in Abstimmung mit der Belegschaft innovativ. Bringen wir also gemeinsam für alle etwas voran statt ewig über das Gleiche zu lamentieren“, so der Salzburger AK-Präsident.

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