20.7.2017
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Phishing-Mail: Salzburgerin wurden 1600 Euro vom Konto gestohlen

Viele Salzburger nutzen Online-Banking um ihre Finanzen zu verwalten. Diese Entwicklung machen sich auch immer öfter Betrüger zu Nutze. Ein aktueller Fall aus der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer zeigt, wie hinterlistig manche Konsumenten hinters Licht geführt werden. Mit einer „Phishing-Mail“ entlockten Unbekannte einer Salzburgerin über 1.600 Euro von ihrem Konto. Als die Bank die Rückerstattung des gestohlenen Betrags ablehnte, wandte sie sich an die Arbeiterkammer. Mit Hilfe der AK-Experten bekam sie das gesamte Geld zurück. „Im Internet ist ein gesundes Misstrauen angebracht“, so AK-Konsumentenschützerin Daniela Gabler. „Denn niemand ist von solchen Phishing-Mail-Attacken gefeit.“ Die Arbeiterkammer gibt Tipps, wie Sie sich vor dem Datenklau im Internet schützen können. 

Im Vorfeld der Weltsparwoche 2016 hat die Arbeiterkammer eine Umfrage zu den Zahlungsgewohnheiten der Salzburgerinnen und Salzburger durchgeführt. Es zeigte sich, dass mittlerweile 8 von 10 Befragten ihre finanziellen Angelegenheiten übers Internet abwickeln. Online-Banking hat viele Vorteile, dennoch ist erhöhte Vorsicht geboten. Immer wieder versuchen Betrüger sensible Bankdaten mit sogenannten „Phishing-Mails“ zu stehlen. Ob im Namen einer deutschen oder auch bekannten österreichischen Bank: Die Mails täuschen eine seriöse Herkunft vor und haben das Ziel, den Konsumenten persönliche Daten wie Name, Telefonnummer, und vor allem Kontonummer oder PIN-Codes und TAN-Nummern herauszulocken. Ein aktuelles Beispiel aus der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Salzburg zeigt, wie raffiniert die Betrüger dabei vorgehen:

Eine Bankkundin wurde in einer E-Mail ihres Geldinstitutes darüber informiert, dass das herkömmliche TAN-System auf Mobile-TANs umgestellt wird. Gleich darauf richtete die Konsumentin ihr persönliches Mobile-TAN-Konto ein.

Am nächsten Tag erhielt sie ein täuschend echt aussehende Phishing-Mail: Sie wurde aufgefordert, ihre alte TAN-Liste auf einer – in der Mail verlinkten Webseite – hochzuladen bzw. die alten TANs einzugeben. „Die Betrüger wussten über die Konto-Änderungen der Bank Bescheid und nutzten die Gunst der Stunde“, so Daniela Gabler. „Ohne Bedenken gab die Konsumentin die geforderten Daten bekannt.“ 

AK-Erfolg: Bank erstattete den vollen Betrag zurück

Einige Tage später musste die Salzburgerin mit Schrecken feststellen, dass von ihrem Konto mehrere Beträge in der Höhe von insgesamt 1.616 Euro abgebucht wurden. „Eine Rückbuchung war nicht mehr möglich“, so Gabler. „Die Salzburgerin suchte Hilfe bei der Bank – ihre Bemühungen blieben jedoch erfolglos. Der Fehler wurde eindeutig bei der Konsumentin gesehen. So wurde die Rückerstattung des Geldes abgelehnt.“ Begründung: Die Kundin habe ihre Sorgfaltspflicht grob vernachlässigt. Die Experten der AK intervenierten. Mit Erfolg: Die betroffene Salzburgerin bekam den vollen Betrag von 1.616 Euro rückerstattet. 

Tipps: Gesundes Misstrauen angebracht

Der Fall beweist, kein Konsument ist von Phishing-Attacken gefeit. Gerade deshalb ist im Umgang mit sensiblen Daten im Internet ein gesundes Misstrauen angebracht. Die Arbeiterkammer gibt Tipps:

  • Niemals auf per Email zugeschickte Links clicken! Diese sehen echten Internetseiten täuschend ähnlich. Wenn Sie E-Banking durchführen, immer Adresse Ihrer Bank eintippen oder Lesezeichen des Browsers verwenden!
  • Halten Sie Ihren Antivirenschutz auf dem neuesten Stand, damit keine Trojaner (Illegale Programme) Ihren Computer manipulieren können! Immer Adresse der besuchten Seite kontrollieren, wenn z.B. www.testbank.at die richtige Adresse wäre, wäre www.test-bank.at eine gefälschte Adresse auf Ihrem Server. Kleine Unterschiede im Netz haben oft fatale Wirkungen.
  • Sollten Sie eine Phishing- Email, die Sie zur Eingabe von geheimen Daten auffordert, erhalten, informieren Sie unverzüglich Ihre Bank. Falls Sie diese Daten bereits preisgegeben haben, sollten Sie ebenfalls Ihre Bank benachrichtigen und die Phishing- Email zur Beweissicherung speichern.
  • "Richtige" Banken fragen per Mail und Internet nicht nach Ihren Daten! Außerdem sind die Phishing-Mails oft in schlechtem Deutsch verfasst. Das sollte einem zusätzlich stutzig machen. Einzige Lösung: Nie auf solche Mails eingehen, ab damit in den elektronischen Papierkorb!

Treten Fragen auf, dann stehen die Expertinnen und Experten der AK-Konsumentenberatung mit Rat und Hilfe zur Seite. Telefonische Beratung oder Terminvereinbarung gibt es unter 0662 86 87 – 90.

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