5.7.2018
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Legionellen im Urlaub: Salzburgerin schwer vergiftet im Krankenhaus

Frau M. war mit ihrem Mann auf Urlaub in Spanien. Zurück zuhause in Salzburg wurde sie wegen schweren Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Diagnose: Legionellenvergiftung mit Lungenentzündung. Im Hotel, wo das Ehepaar nächtigte, bereits der 6. Fall. Die Konsumentenberatung forderte Schadenersatz. Mit Erfolg: Frau M. erhielt 2.000 Euro. „Wird der lang ersehnte Urlaub zum Albtraum, stehen wir den Menschen mit Rat und Tat zur Seite“, so AK-Präsident Peter Eder. Damit Reisefreudige ihre Rechte kennen, informiert die AK vor Ort am Flughafen Salzburg und im Europark.

Das ganze Jahr arbeiten, nur wenige Wochen frei. Wenn es dann soweit ist, und Arbeitnehmer das Büro gegen Strand, Sonne und Meer eintauschen, sollten Sorgen oder Probleme fern sein. In vielen Fällen geht der Plan auf, in machen leider nicht: Schimmel, Lärm, verdreckte Strände, schmutzige Zimmer oder ungenießbares Essen lassen den wohlverdienten Urlaub zum Albtraum werden. Noch schlimmer: wenn die Hygienemängel am Urlaubsort so gravierend sind, dass sogar die Gesundheit in Gefahr ist.

Ein Lied davon kann ein Ehepaar aus Salzburg singen, das seinen Sommerurlaub in einem 4-Sterne-Hotel in Spanien verbrachte. Entgegen den meisten Urlaubsbeschwerden, starteten die Probleme nicht schon während des Aufenthalts, sondern erst zuhause. Nur wenige Stunden nach der Ankunft in Salzburg klagte Frau M. über schwere Bauchschmerzen. Da sich ihr Zustand nicht besserte wurde sie ins Landeskrankenhaus Salzburg eingeliefert. Die Ärzte stellten eine Legionellenvergiftung mit Lungenentzündung fest.

AK erkämpft 2.000 Euro Entschädigung

Nachdem dieses Krankheitsbild meldepflichtig ist, kontaktierte Frau M. das Gesundheitsamt. Zu ihrem Schrecken sagte man ihr dort, dass es im selben Hotel bereits 5 Fälle von Legionellenvergiftung gegeben hatte. „Es ist unverständlich, warum man das Hotel zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch buchen konnte“, sagt Andrea Kinauer, Konsumentenschützerin in der AK Salzburg.

Als es Frau M. wieder besser ging und das Krankenhaus bereits verlassen hatte, wandte sie sich an die AK-Konsumentenberatung. Andrea Kinauer forderte vom Hotel Schadenersatz in der Höhe von 2.000 Euro. Anfangs weigerte sich das Unternehmen den Forderungen nachzukommen. Als die Arbeiterkammer mit einer Klage drohte, lenkte der Veranstalter ein und zahlte den Betrag an die Salzburgerin.

AK-Konsumentenschutz startet Informationsoffensive

Die Arbeiterkammer startet ihre Informationsoffensive zum Thema „Reiserechte“: Ab Freitag, den 6. Juli, wird am Salzburger Flughafen Informationsmaterial an Urlauber verteilt. Darin enthalten sind wertvolle Tipps, wie sie zu ihrem Recht kommen, wenn der wohlverdiente Sommerurlaub zum Reinfall wird. Die Nachfrage im Vorjahr war enorm. Die Aktion läuft bis 12. August 2018.

Fragen rund ums Reisen können die Salzburger auch direkt den Expertinnen und Experten am Informationsstand im Europark stellen. Die Termine: 12. Juli und 9. August. „Es ist uns ein großes Anliegen, vor Ort bei den Menschen zu sein, sie bestmöglich auf den Urlaub vorzubereiten und über ihre Rechte aufzuklären, damit die Reise auch wirklich die verdiente Erholung bringt“, so AK-Präsident Peter Eder.

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