10.11.2017
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Salzburger erhielt um 1.400 Euro zu wenig Kindergeld - AK hilft

Wie viele andere Väter nutzte auch Richard L. (Name geändert) die Chance und blieb zwei Monate lang bei seiner neugeborenen Tochter zuhause. In diesem Zeitraum erhielt er das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld. Er rechnete mit 2.000 Euro pro Monat. Unterstützt wurde er aber nur mit 1.300 Euro. Der Grund: Der Arbeitgeber meldete ein zu geringes Einkommen – was für die Berechnung des einkommensabhängigen Kindergeldes relevant ist – an die Gebietskrankenkasse. So wandte sich Richard L. an die Salzburger Arbeiterkammer. Mit Erfolg: AK-Sozialversicherungsexperte Christian Winter holte den Differenzbetrag für die gesamten zwei Monate zurück. In Summe: 1.400 Euro! „Kein Einzelfall“, weiß Christian Winter. „Die Regeln des Kinderbetreuungsgeldes sind sehr komplex. Entscheidet man sich für die falsche Variante, drohen finanzielle Einbußen.“ Um Eltern bei der richtigen Wahl zu unterstützen, bietet die Arbeiterkammer noch vor Jahresende Spezialberatungen an. Jetzt Termin sichern.

Fast täglich wenden sich Eltern in Sachen Kinderbetreuungsgeld an die Arbeiterkammer Salzburg. Die einen brauchen Hilfe bei der Wahl der richtigen Bezugsvariante. Andere lassen sich von den AK-Expertinnen und -Experten die Höhe der erhaltenen Unterstützung kontrollieren. So kam auch der Salzburger Richard L. in die Sozialversicherungsberatung der Arbeiterkammer. Was war passiert? Zwei Monate blieb Herr L. bei seiner neugeborenen Tochter zuhause. Als finanziellen Ausgleich entschied er sich für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld. 

Zur Info: Seit 1. März 2017 können Eltern zwischen einem flexiblen Kinderbetreuungsgeldkonto oder einer einkommensabhängige Variante wählen. Die bisherigen vier Pauschalmodelle sind Geschichte. „Gerade für berufstätige Eltern mit besseren Einkommen kann diese Variante wesentlich lukrativer sein“, so der Sozialversicherungsexperte. 

Nach eigenen Berechnungen hätte Richard L. aufgrund seines Einkommens vor der Geburt der Tochter 66 Euro pro Tag – rund 2.000 Euro im Monat (Höchstbemessungsgrundlage) – an Kinderbetreuungsgeld erhalten sollen. So staunte er nicht schlecht, als der Bescheid von der Salzburger Gebietskrankenkasse ins Haus flatterte. Laut der SGKK stünden Richard L. nur 45 Euro pro Tag bzw. 1.300 Euro im Monat zu – was natürlich einen erheblichen finanziellen Einschnitt für die frischgebackene Familie bedeuten würde.

AK: Mit Alternativ-Lösung zum Erfolg

Schnell wandte sich der Salzburger an die AK. SV-Experte Christian Winter stellte fest, dass der Arbeitgeber das falsche Durchschnittseinkommen von Herrn Richard L. vor der Geburt der Tochter an die GKK gemeldet hatte. „Fälschlicherweise wurde hier nur das Grundgehalt, ohne monatliche Prämien und abzüglich eines Gehaltsvorschusses, berücksichtigt“, so Winter.

Aus Angst vor Konsequenzen im Job, wollte Richard L. keine Streitigkeiten mit seinem Arbeitgeber riskieren. So machte AK-Experte Winter den Salzburger auf eine Alternativ-Lösung aufmerksam: Würde er die Arbeitnehmerveranlagung für das Kalenderjahr vor der Geburt der Tochter durchführen, bekäme er einen neuen Einkommenssteuerbescheid (mit allen Jahreseinkünften). Dieser könnte dann alternativ für die Berechnung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes eingereicht werden.

Herr Richard L. hat den Rat befolgt und den vom Finanzamt erhaltenen Bescheid an die GKK übermittelt – was zu einer Neuberechnung des Kindergeldes führte: diese ergab 2.000 Euro pro Monat (66 Euro pro Tag). Die Differenz von etwa 1.400 Euro wurde an den Salzburger rückwirkend ausbezahlt.

AK bietet Spezialberatungen im November und Dezember

„Der aktuelle Fall zeigt, das Kinderbetreuungsgeld ist sehr komplex“, so Christian Winter. „Fast jede zweite telefonische Beratung im Sozialversicherungsreferat der AK dreht sich um dieses Thema – Tendenz steigend.“ 

Damit werdende Eltern nicht den Überblick verlieren, können sie sich in der Arbeiterkammer beraten lassen: Entweder während der Beratungszeiten in der AK-Zentrale in der Stadt Salzburg (Montag bis Freitag: 8–12.30 Uhr) oder bei den Spezialberatungen im Pongau und Pinzgau:

  • Mo 20. November 2017,10–18 Uhr, AK Bischofshofen
  • Do 14. Dezember 2017, 10–18 Uhr, AK Zell am See

Für die AK-Beratungen zum Kinderbetreuungsgeld können Termine unter T: +43 (0)662 86 87-302 vereinbart werden.

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