29.9.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Demokratie der Zukunft - Wenn man zusammenarbeitet ist mehr möglich

Am Mittwoch, wurde in der AK der Sammelband „Demokratie – ein interdisziplinäres Forschungsprojekt“ präsentiert. AK-Direktor-Stellvertreterin Cornelia Schmidjell wies auf aktuelle Herausforderungen hin. Die Herausgeber-Franz Gmainer-Pranzl und Jessica Fortin-Rittberger präsentierten das Buch und informierten zum Stand der Forschung. In der anschließenden Diskussion war eines klar: Wenn man zusammenarbeitet, dann ist nicht nur in der fächerübergreifenden Wissenschaft vieles möglich.

Demokratie ist jetzt und in Zukunft eines der ganz entscheidenden Themen. „15 Prozent der Menschen, die in Österreich leben, dürfen nicht wählen. Echokammern in den sozialen Netzwerken verbreiten zum Teil systematisch falsche Informationen, die Demokratie und die unabhängigen Medien erreichen nicht mehr alle Menschen. Dazu kommt die Gefährdung gesellschaftlicher Teilhabe durch neue Formen der Arbeit und Digitalisierung. Das sind große Herausforderungen – und Bedrohungsszenarien für die Mitbestimmung“, so AK-Direktor-Stellvertreterin Cornelia Schmidjell in ihrer Einleitung zur Präsentation des Sammelbandes „Demokratie – ein interdisziplinäres Forschungsprojekt“ am Mittwoch in der Arbeiterkammer.

Viele wissenschaftliche Disziplinen verfeinern das Buch-Gericht

Initiiert hat das Projekt der Theologe Franz Gmainer-Pranzl. „Es war sehr ungewöhnlich, dass ich bei Jessica Fortin-Rittberger klopfte. Aber ohne den Bereich Politikwissenschaften ist ein Buch zu Demokratie schwer vorstellbar“, so Gmainer Pranzl. Es sind dann noch viel mehr wissenschaftliche Fachrichtungen geworden: Fast 30 Beiträge umfasst das Buch. Frauen und Männer aus Theologie, Soziologie, Anthropologie, Wirtschaftswissenschaft, Politik- und Kommunikationswissenschaft und anderen Disziplinen haben sich darin mit Fragen der Demokratie beschäftigt.

Was, wenn unsere Demokratie scheitert?

Politikwissenschaftlerin Jessica Fortin-Rittberger lieferte einen kurzen Überblick über die Demokratieforschung und fragte: Können stabile Demokratien scheitern? Immerhin sind 46 Prozent der Länder weltweit Demokratien – und 54 Prozent keine. In diesem Zusammenhang ist besorgniserregend, dass nur mehr rund 45 Prozent der jungen Europäerinnen und Europäer und rund 30 Prozent der jungen Amerikanerinnen und Amerikaner Demokratie für unerlässlich halten. Früher waren es deutlich mehr.

Zusammenarbeit ist nicht nur in der Forschung unerlässlich

Bei der von Corinna Kröber (Universität Salzburg) moderierten Podiumsdiskussion gingen die Autorinnen und Autoren Josef Mautner (Katholische Aktion), Christina-Marie Juen (Universität Oldenburg), Ricarda Drüeke (Universität Salzburg) und Stefan Bogner (AK Salzburg) unter anderem darauf ein, wie Rechtspopulismus, Rassismus, EU-Skeptizismus, Staatsbürgerschaft, Migration und Armut sowie Bildung das Funktionieren demokratischer Strukturen beeinflussen. Ihr Credo und letztlich auch quasi das inoffizielle Motto des im Verlag Peter Lang erschienenen Buches: „Fächerübergreifend ist viel möglich.“

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK