10.4.2018
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"Wir in Salzburg": 370 Jugendliche geben tiefe Einblicke in ihr Leben

Was denken und fühlen die jungen Menschen in unserem Bundesland? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Buch-Projekt „WIR IN SALZBURG“ – unterstützt von Arbeiterkammer, Land und Stadt Salzburg. Es ist voll mit autobiografischen Texten, die tiefe Einblicke in das Leben von 370 Jugendlichen geben. In den vergangen beiden Tagen wurde das Buch im Das Kino Salzburg (9. April) und im Kongresshaus St. Johann (10. April) präsentiert. „Dieses Projekt ist eine einzigartige Möglichkeit, mehr über die Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte und Träume der jungen Salzburgerinnen und Salzburger zu lernen. Denn nur so können wir bei deren Realisierung helfen, unterstützen, wo es uns möglich ist“, sind sich Peter Eder, Martina Berthold und Bernhard Auinger einig.

Vor drei Jahren wurden in der Neuen Mittelschule Hallein die ersten Texte für das Buch-Projekt WIR IN SALZBURG geschrieben; Anfang April erscheinen unter diesem Titel nun zwei Bände mit über 370 autobiografischen Berichten von jungen, in Salzburg lebenden Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Entstanden sind all diese Texte in jeweils zwei Stunden dauernden Schreib-Workshops in Berufsschulen (Salzburg) und Polytechnischen Lehrgängen (Hallein und St. Johann), in einem Gymnasium (Salzburg), einer Handelsakademie (St. Johann) und in drei Produktionsschulen (Salzburg, Hallein, Bischofshofen) sowie in einem Quartier für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (Rettet das Kind, St. Gilgen).

Initiiert wurde das Projekt von dem aus Hallein stammenden Journalisten und Autor Ernst Schmiederer, der mit dem Team seines Wiener Blinklicht Media Lab seit 2011 österreichweit solche "BERICHTE AUS DEM NEUEN OE" sammelt und in einer mittlerweile 11 Bände umfassenden Buchreihe publiziert. Realisiert werden konnten sowohl die Produktion der Salzburg-Bände als auch die Workshops, in denen diese Texte handschriftlich verfasst wurden, auf Basis einer Co-Finanzierung durch Land Salzburg, AK Salzburg und Stadt Salzburg.

Autorinnen und Autoren kommen selbst zu Wort

Präsentiert wurden die beiden Bände am 9. (im DAS KINO in der Stadt Salzburg) und 10. April (St. Johann im Kongresshaus am Dom). Dabei lasen Jugendliche aus ihren Texten vor und standen dann im Anschluss zur Diskussion bereit.

"Ich freue mich ganz besonders, dass das Blinklicht Media Lab nun erstmals auch in Salzburg Halt macht", sagt Peter Eder, Präsident der AK Salzburg: "In einer Demokratie geht es vor allem darum, dass alle das Wort ergreifen können. Die nun vorliegenden Bücher stellen sicher, dass junge Menschen bei uns beachtet, gehört und wahrgenommen werden. Sie ergreifen das Wort und gestallten so auf ganz individuelle Weise ein Stück Gesellschaft mit."

In diesem Sinn will auch Landesrätin Martina Berthold, das Projekt verstanden wissen: "WIR IN SALZBURG ist eine Ermutigung für alle jungen Leserinnen und Leser, auch ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Und ein Auftrag an uns Erwachsene, viel mehr hinzuhören."

„Ein Projekt abseits des Mainstreams“

Beeindruckt "von der Offenheit mit der diese Jugendlichen über Sehnsüchte und Sorgen, Ängste und Wünsche schreiben", unterstreicht Bernhard Auinger, Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, "wie wichtig es ist, immer wieder solche Projekte abseits des Mainstreams zu unterstützen".

Dem ersten Band vorangestellt ist ein Vorwort des Schriftsteller Ludwig Laher, der sich für seine Bücher selbst immer wieder sehr intensiv mit autobiografischen Erzählungen auseinandergesetzt hat: "Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, einem fremden Gegenüber über ihr Leben, ihre Probleme, ihre Freuden, ihre Liebhabereien oder ihre Haltungen wirklich Bescheid zu geben. Dass das auf den folgenden Seiten so häufig und teilweise so intensiv, so intim geschieht, spricht einerseits für das methodische Geschick der für das Projekt Verantwortlichen, andererseits für den großen Bedarf."

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