3.8.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Arbeiterkammer verhilft einer 80-jährigen Salzburgerin zu 15.000 Euro

Eine 80-jährige Salzburgerin wendet sich an die Arbeiterkammer. Der Grund: Bei einem schweren Unfall erleidet die ältere Frau eine dauerhafte Invalidität. Die Schadenssumme beläuft sich auf 15.000 Euro. Diesen Betrag würde sie aber nicht – wie branchenüblich – auf einmal, sondern in Monatsraten für die nächsten zehn Jahre ausbezahlt bekommen. Schuld ist eine Vertragsklausel, die nur für Personen ab dem 75. Lebensjahr gilt. „Es ist skurril und sachlich nicht gerechtfertigt, dass es solche Bedingungen bei Versicherungen gibt“, so AK-Konsumentenschützerin Daniela Gabler. Die Arbeiterkammer ortet in der Sonderregelung eine Altersdiskriminierung und interveniert bei der Versicherung. Mit Erfolg: Der 80-jährigen Dame wird die gesamte Schadenssumme überwiesen.

Der Sturz einer 80-jährigen Frau hat schwere Folgen. Nach Einschätzung der behandelnden Ärztin muss die verunglückte Salzburgerin fortan mit einer dauerhaften Invalidität leben. Die Unfallversicherung spricht der älteren Dame eine Schadenssumme von 15.396 Euro zu.

Doch der Betrag wird nicht, wie branchenüblich, auf einmal ausbezahlt. Die Versicherung sieht eine Ratenzahlung vor. Demzufolge soll die Pensionistin zehn Jahre lang jeden Monat 120 Euro erhalten. Bei einem vorzeitigen Ableben, wird die Auszahlung sogar eingestellt.

Eine Ratenzahlung bei Invalidität ist zwar in der Polizze ab dem 75. Lebensjahr vereinbart, trotzdem fühlt sich die Salzburgerin diskriminiert. Jahrzehntelang hatte sie die Beiträge pünktlich bezahlt, ohne jemals eine Leistung in Anspruch zu nehmen. Als die eigenen Klärungsversuche scheitern, wendet sich die 80-jährige Dame an die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Salzburg.

AK Erfolg: Hartnäckigkeit macht sich bezahlt

Genau in dieser Klausel ortet die Arbeiterkammer eine Altersdiskriminierung. „Es ist skurril und sachlich nicht gerechtfertigt, dass es solche Bedingungen bei Versicherungen gibt“, sagt Daniela Gabler. „Ältere Menschen werden hier grob benachteiligt.“ Die AK interviert!

Doch das Versicherungsunternehmen sieht den Vorwurf der Diskriminierung nicht begründet. Diese Art der Invaliditätsleistung ist gängige Praxis, heißt es vom Unternehmen.

Die AK-Experten lassen nicht locker und setzen sich weiter für die 80-jährige Salzburgerin ein. Mit Erfolg: Die Arbeiterkammer handelt mit der Versicherung eine Kulanzlösung aus. Das Unternehmen überweist letztendlich die gesamten 15.396 Euro auf das Konto der Salzburgerin.

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK