29.6.2017
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Die Arbeitnehmerveranlagung für 2016 ist nicht Ende Juni fällig

Muss die Arbeitnehmerveranlagung für 2016 bis 30. Juni gemacht werden? Drohen ansonsten finanzielle Einbußen? Diese Fragen beschäftigen gerade viele Salzburgerinnen und Salzburger – das berichtet die Lohnsteuerberatung der Arbeiterkammer Salzburg. „An diesem Gerücht ist nichts Wahres dran“, so AK-Lohnsteuerexperte Peter Lederer. „Die Arbeitnehmerveranlagung kann auch noch nach dem 30. Juni beim Finanzamt eingehen.“ Neu: Ab Ende Juni tritt die Automatische Arbeitnehmerveranlagung in Kraft. Das neue Service des Finanzamts gilt aber nur für Menschen mit geringem Einkommen oder Mindestpension. Alle anderen müssen einen Antrag stellen – binnen 5 Jahren.

In Sachen Arbeitnehmerveranlagung (AV) herrscht Verwirrung: Viele Salzburgerinnen und Salzburger sind der Meinung, dass die Arbeitnehmerveranlagung für das Vorjahr bis spätestens 30. Juni zu machen wäre. Wer diese Frist verpasse, für diejenigen führe das Finanzamt selbständig die AV durch. Und das sei mit finanziellen Einbußen verbunden, denn zusätzliche Beträge wie Werbungskosten, Kinderbetreuungsausgaben etc. könnten ab dann nicht mehr geltend gemacht werden.

„Ein Gerücht“, betont AK-Lohnsteuerexperte Peter Lederer. „Das Finanzamt führt keine Arbeitnehmerveranlagungen zum Nachteil der Steuerzahler durch.“ Der Grund für die Verwirrung liegt – nach Einschätzungen des AK-Experten – im neuen Finanzamt-Service, der Automatischen Arbeitnehmerveranlagung (AAV), das ebenfalls mit Ende Juni startet.

Dieses Service gilt aber nur, wenn bis 30. Juni kein Antrag auf Lohnsteuerausgleich vorliegt, mit einer Steuergutschrift zu rechnen ist, und die Steuergrenze von 11.000 Euro jährlich nicht überschritten wird. Davon profitieren vor allem Menschen mit geringem Einkommen oder Mindestpension. „Pensionisten und Niedrigverdiener erhalten mit dem neuen System auch die Negativsteuer automatisch ausgezahlt“, so Lederer. „Wer so wenig verdient, dass er zwar Sozialversicherung, aber keine Lohnsteuer zahlt, erhält bis zu 400 Euro Sozialversicherung zurückerstattet. Für Pensionisten sind es 110 Euro.“

Ganz still und heimlich funktioniert das neue Service des Finanzamts nicht, die Betroffenen werden vor der Durchführung schriftlich informiert. Und: Zusätzliche Abzugspositionen können bis zu fünf Jahre lang nachgereicht werden. 

AB 11.000 Euro ist „AV“ selbst zu machen – AK hilft!

Wer in den letzten beiden Jahren zusätzliche Ausgaben abgesetzt (etwa außergewöhnliche Belastungen durch Krankheits- oder Kurkosten) oder Kinderfreibeträge genutzt hat, muss die Arbeitnehmerveranlagung selbst durchführen. Dasselbe gilt, wenn zusätzlich zu Gehalt oder Pension noch andere Einkünfte vorliegen. „Sobald man über der Steuergrenze von 11.000 Euro ist, muss man die Arbeitnehmerveranlagung selber machen“, sagt der AK-Experte.

TIPP

Treten Fragen auf, dann stehen die Lohnsteuerexperten der Arbeiterkammer Salzburg mir Rat und Hilfe zur Seite. Telefonische Beratungen finden unter folgender Nummer statt: 0662 – 86 87 – 93.

 

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