24.11.2017
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Damit Geschenke gut ankommen und Ärger ausbleibt

Advent- und Weihnachtszeit nähern sich mit Riesenschritten. Und damit für viele Konsumenten auch die Frage, womit man seinen  Lieben eine Freude machen will. Gleichzeitig soll Ärger, wie etwa lange Lieferzeiten oder Schwierigkeiten beim Geschäfts-Rücktritt rund um Online-Bestellungen ausbleiben. AK-Präsident Pichler: „Schenken soll den Menschen Freude machen und nicht für Frust sorgen.  Deshalb haben unsere Konsumentenschützer wieder gute Ratschläge parat – damit die Menschen sich bereits im Vorhinein späteren Ärger ersparen oder ihr schwer verdientes Geld nicht an unseriöse Geschäftemacher verlieren.“

Diese Woche haben die ersten Christkindlmärkte aufgesperrt – und damit fällt traditionell der Startschuss für die Vorweihnachtszeit. Grund genug, um für die AK-Konsumentenschützer wieder wertvolle Hinweise rund um den Weihnachtseinkauf und die Adventzeit in Erinnerung zu rufen. So sollen den Salzburgerinnen und Salzburgern böse Überraschungen erspart bleiben, damit Weihnachten das wird, was es sein soll: Ein fröhliches, geruhsames und störungsfreies Fest im Kreise seiner Lieben. Schenken soll den Menschen Freude machen und nicht für Frust sorgen.

Gutschein sind nicht ohne Risiko

Immer öfter entscheiden sich die Konsumenten dafür, Gutscheine an ihre Lieben zu verschenken. Heuer wird jedes zweite Geschenk ein Gutschein sein. Der große Vorteil ist, dass sich der Eigentümer im Rahmen eines Sortiments und des Gutscheinwertes sozusagen selbst beschenken kann. Doch ist ein Gutschein wirklich das perfekte Präsent, komplett ohne Risiko? „Nicht ganz, denn geht das Unternehmen in Konkurs, wird der Gutschein in der Regel wertlos“, erklärt Angela Riegler, Leiterin der AK-Konsumentenberatung, „der Gutscheineinkäufer sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Gutschein möglichst lange eingelöst werden kann. Kürzere Fristen zur Einlösung könnten leicht in Vergessenheit geraten. Ist am Gutschein keine Gültigkeitsdauer vermerkt, dann gilt dieser 30 Jahre.“ Achtung: Wählt der Beschenkte eine Ware, deren Preis unter dem Gutscheinwert liegt, bekommt man für den Rest meist einen neuerlichen Gutschein.

Damit Spenden gut ankommen

Traditionellerweise finden Spendenanliegen in der Advent- und Weihnachtszeit vermehrt Gehör. Das wissen auch die Spendensammler. Aber wie sieht die Sache gesetzlich aus? Riegler: „Bargeldsammlungen bedürfen der behördlichen Bewilligung, deshalb sollte man sich immer den Ausweis, aus dem Veranstaltung und Zweck hervorgehen, zeigen lassen. Wenn man eine Fördermitgliedschaft unterschrieben hat -  sich also zu einer regelmäßigen Spende verpflichtet hat -  obwohl man nur einen Einmalbetrag spenden will, dann ist zu prüfen, ob es ein Rücktrittsrecht gibt.“ Beispielsweise dann, wenn man eine Einzugsermächtigung über eine Fördermitgliedschaft auf der Straße oder an der Haustüre unterschrieben hat. AK-Tipp: Wer sicher sein will, dass seine Spende einem guten Zweck dient, orientiert sich am österreichischen Spendengütesiegel. Die Vereine und Institutionen, die ein österreichisches Spendengütesiegel besitzen, sind auf der Website www.osgs.at abrufbar. Nicht vergessen: Spenden an so genannte „spendenbegünstigte Einrichtungen“ (zu finden unter www.bmf.gv.at) sind im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung steuerlich absetzbar.

Ein gesetzliches Recht auf Umtausch gibt´s nicht

Was viele Menschen nicht wissen: Ein gesetzliches Recht auf Umtausch gibt es so nicht. Denn unter Umtausch versteht man den Eintausch eines mängelfreien Produktes, das beispielsweise dem Beschenkten nicht gefällt. Nur wenn die Ware tatsächlich mangelhaft ist, bestehen gesetzliche Gewährleistungsansprüche. Trotzdem zeigen sich viele Firmen und Händler kulant und gewähren den Kunden im Allgemeinen ein Umtauschrecht. „Sicherheitshalber sollte trotzdem beim Kauf darauf geachtet werden, dass auf der Rechnung oder am Kassenbon vermerkt wird, dass innerhalb einer gewissen Frist ein Umtauschrecht ausgeübt werden kann“, empfiehlt die AK-Expertin.

Achtung beim Online-Shoppen

Zwei von drei Österreichern kaufen mittlerweile zumindest eines ihrer Weihnachtsgeschenke via Internet. Statt aufwändiger Einkaufstouren, Gerangel um freie Parkplätze oder Warteschlangen an den Kassen, holt mann/frau sich das Kaufhaus sozusagen ins Wohnzimmer. Parallel zu der steigenden Anzahl an Online-Käufen steigt aber auch die Zahl der Beschwerden. Seriöse Online-Händler erkennt man daran:

  • Firmenname, Adresse, Telefonnummer und E-Mail sind angegeben
  • Die Bestellung wird via E-Mail bestätigt
  • Die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) sind leicht zu finden und verständlich zu lesen
  • Über das Rücktrittsrecht erfolgt eine Belehrung
  • Neben dem Preis scheinen auch die Zusatzkosten auf
  • Am Europäischen E-Commerce-Gütezeichen

AK-Tipp: Es empfiehlt sich, die Bestellung auszudrucken oder zu speichern. Das Rücktrittsrecht bei Online-Käufen beträgt übrigens 14 Tage.

Nachhaltigkeit? Zum Beispiel mit fairen Lebensmitteln 

Ein Gewinner des Weihnachtsgeschäftes ist der Lebensmittelhandel, wo traditionell der Dezember ein beachtliches Umsatzplus bringt – im Vergleich zum den übrigen Monaten kommt es in der Vorweihnachtszeit zu Umsatz-Steigerungen zwischen zehn und fünfzehn Prozent.

Beim Lebensmittelkauf rund um den Festtagsschmaus können die Käuferinnen und Käufer ganz bewusst ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Fairness setzen: So weist etwa das „Fairtrade-Siegel“ bei Lebensmitteln darauf hin, dass bei der Herstellung der Produkte gewisse soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten wurden. Mehr zu nachhaltigen Produkten finden Sie auch auf der Webseite www.bewusstkaufen.at

Einkaufen am Christkindlmarkt

Wie auch sonst generell bei Einkäufen, empfiehlt es sich auch am Christkindlmarkt Quittungen oder Kaufbelege aufzubewahren. Zusätzlich ist es ratsam, sich den Namen und die Anschrift des Standlinhabers zu merken oder zu notieren. So können etwa ein vereinbartes Umtauschrecht oder ein Mangel des Produkts später leichter geltend gemacht werden.

      Facebook-Funktion aktivieren

      Drucken
      Zu Merkzettel hinzufügen
      TeilenZu Merkzettel hinzufügen

      Verwandte Links

      Zum Seitenanfang
      Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
      Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
      OK