12.12.2017
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Qualität hat ihren Preis

Was kostet ein Weihnachtsbaum? Die AK-Konsumentenschützer haben die Preise bei 44 Verkaufsständen und Ab-Hof-Anbietern in der Stadt Salzburg, Flachgau und Tennengau erhoben. Das Ergebnis: Preisunterschiede bis zu 400 Prozent, vor allem die Qualität gibt dabei den Ausschlag. „Für wen Herkunft oder Qualität des Baumes keine entscheidende Rolle spielen, dem raten wir, die Augen offen zu halten“, sagt Konsumentenberater Christian Obermoser, „zumal bei vielen Verkaufsständen die Preisspanne zwischen normaler und Premiumqualität teils beträchtlich ist. Die gute Nachricht: Im Vergleich zur letzten Erhebung, sind Christbäume etwas billiger geworden.

Die Arbeiterkammer Salzburg hat bei 37 klassischen Verkaufsständen sowie 7 Ab-Hof-Anbietern die Preise für Christbäume erhoben. Außerdem wurde auf die Herkunft der Bäume, Nebenkosten und Preisauszeichnung geachtet. Erhoben wurde in der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau bis Hallein.

Die Ergebnisse: Die Unterschiede sind beachtlich, ein Preisvergleich lohnt sich daher. Große Preisunterschiede bei den Christbaumständen zwischen Stadt und Umland wurden bei der diesjährigen Erhebung nicht gefunden.

Es kommt nicht (nur) auf die Größe an

Preise werden zunehmend nicht rein nach der Größe bemessen. Bereits 32 Verkaufsstände bieten entweder Premium- oder Aktionsware an, bzw. bewerten jeden einzelnen Baum nach Schönheit und Größe.

Je nach Größe gibt es bei Nordmanntannen folgende Ergebnisse: 

  • bis zu 1 Meter: die billigste Tanne (Aktionsware) 8, die teuerste 30 Euro (Durchschnittspreis 19,94 Euro). Preisspanne: 275 Prozent.
  • bis zu 1,5 Meter: die billigste Tanne ebenfalls in Aktion 8, die teuerste 40 (Durchschnittspreis 26,56 Euro). Preisspanne: 400 Prozent.
  • bis zu 2 Metern: billigste Tanne 14,95, die teuerste 60 Euro (Durchschnittspreis 35,60 Euro). Preisspanne: 301 Prozent.

Qualität kostet – also Augen auf

AK-Experte und Erhebungsleiter Christian Obermoser: „Bis zu 45 Euro Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot zeigen, dass es sich lohnt, die Augen offen zu halten, jedenfalls auch bei der Qualitätskontrolle. Denn die billigsten Angebote finden sich immer auch dort, wo auch noch „Premium“-Produkte angeboten werden. Die Aktionen sind in der Regel von der Anzahl her stark begrenzt und/oder zeigen teils deutliche Abstriche bei Form und Schönheit.“

So kostet etwa ein 2-Meter-Baum in einfacher Qualität durchschnittlich 28,59 Euro. Bei denselben Anbietern kostet ein 2-Meter- Baum in der höchsten angebotenen Qualität 40,95 Euro, also um 43 Prozent mehr. (Anmerkung: für diesen Vergleich wurden nur jene Anbieter einbezogen, die verschiedene Güteklassen anbieten).

Zusatz-Service wie Einnetzen und Zuspitzen der Bäume ist bei den meisten der erhobenen Anbieter (27) mittlerweile im Kaufpreis inbegriffen. Die restlichen Verkaufsstände berechnen dafür zwischen 10 Cent und 2,50 Euro.

Übrigens, wo kommen die Bäume überhaupt her? Christbaum-Patrioten wird empfohlen, gezielt nachzufragen. Denn 40 von 44 Anbieter haben zumindest teilweise Bäume aus Österreich im Sortiment. Der Rest des Bestandes speist sich in der Regel aus dänischen und deutschen Bäumen.

Christbäume wurden billiger – Preisauszeichnung verbessert

Beim Thema Preisauszeichnung fällt das Urteil der Konsumentenschützer – im Vergleich zur letzten Erhebung vor 2 Jahren - heuer eindeutig positiv aus: Bis auf 1 Anbieter waren überall klar ersichtliche Preisauszeichnungen vorhanden.

Apropos letzte Erhebung und Preise – hier gibt es noch eine gute Nachricht für die heimischen Konsumentinnen und Konsumenten: Seit der letzte Erhebung im Jahr 2015 sind die Preise für Nordmanntannen in den erhobenen Größenkategorien vor allem im Billigpreis-Segment durchschnittlich zwischen 4 und 11 Prozent gesunken. 

Übrigens: Wer den Christbaumkauf zu einem besonderen (Familien-) Erlebnis machen möchte, dem sei ein Besuch von Ab-Hof-Anbietern empfohlen: Dort kann man sich nicht nur einen Baum aus Eigenanbau aussuchen, sondern auch bereits teils Wochen vor Weihnachten reservieren und oftmals auch selbst schlägern, bzw. umsägen.  

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