11.6.2018
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In schwierigen Lebenslagen ist die AK zur Stelle

Schwere Erkrankung, Ablehnung einer Invaliditätspension, Arbeitsunfälle, ungerechtfertigte Sperren des Arbeitslosengeldes, Ablehnung des Pflegegeldes, zu niedrige Leistungen aus der Mindestsicherung oder Fragen zum Kinderbetreuungsgeld. Dabei über 30.000 Menschen geholfen und fast 30 Millionen Euro erkämpft oder erstritten – das ist die Bilanz 2017 der AK Salzburg im Sozialversicherungsbereich. „Das zeigt, wie notwendig unser breites Serviceangebot ist, denn viele Menschen haben keine Lobby oder können sich keinen Anwalt leisten. Gerade sie sind auf die Hilfe unserer Expertinnen und Experten angewiesen“, sagt AK-Präsident Peter Eder.

Auf die Salzburger Arbeiterkammer können sich die Menschen gerade bei Schicksalsschlägen und in schwierigen Lebenslagen stets verlassen. Etwa im Fall von Frau K: Sie hatte völlig verzweifelt die AK aufgesucht, weil ihr Antrag auf Pflegegelderhöhung für ihren schwer kranken Mann abgeschmettert worden war. Oder der 58-jährige Salzburger, der 2 Herzinfarkte erlitten hatte und dessen Antrag auf Invaliditätspension abgelehnt wurde. Oder Herr M., dessen Arbeitslosengeldbezug zu Unrecht gesperrt wurde. Nur 3 Beispiele von vielen, wo die Expertinnen und Experten der AK erfolgreich helfen konnten.

Im Fall von Herrn K. gelang es der AK, ein Pflegegeld der Stufe 6 statt Stufe 4 vor Gericht zu erkämpfen. Statt 677,60 Euro monatlich erhält Herr K. nun 1.285,20 Euro monatlich. Das sind über 7.000 Euro mehr im Jahr für die betroffene Familie, um zumindest einen Teil der pflegebedingten Kosten finanzieren zu können.

AK hilft und informiert in schwierigen Lebenslagen

Neben Rat und Hilfe in ganz konkreten Fällen bietet die AK aber auch regelmäßig Informationsveranstaltungen an, um quasi präventiv Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn speziell im sensiblen sozialpolitischen Bereich, wo es sehr oft um existenzielle Fragen und teils schwere gesundheitliche Probleme geht, können die richtigen Informationen sehr viel wert sein. Etwa wenn es um die Folgen von schweren Erkrankungen geht: Was tun, wenn mich eine Krankheit oder ein Unfall arbeitsunfähig macht? Was tun, wenn ein naher Angehöriger schwer erkrankt oder pflegebedürftig wird? Wie lässt sich die Betreuung mit dem Job vereinbaren? Welche Unterstützungsangebote gibt es?

AK-Präsident Peter Eder: „Schwere Erkrankungen oder andere Schicksalsschläge können jeden und jede treffen. Und da sind wir in vielseitiger Weise als Unterstützerin für Betroffene da.“

Viel Service: Neue Broschüre und Info-Veranstaltung

So bietet die Arbeiterkammer als Hilfestellung in einer schweren Situation nun die neue Broschüre ‚Was tun bei schwerer Krankheit? – Ein Wegweiser für Betroffene‘ an. Außerdem informierte die AK am 7. Juni 2018 bei der gleichnamigen Veranstaltung Betroffene und bot den interessierten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich bei Infoständen verschiedener Organisationen beraten zu lassen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit „HILFE LEBEN“ statt, einem Verein zur Unterstützung Krebserkrankter und deren Angehöriger.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der stellvertretenden AK-Direktorin Cornelia Schmidjell. „Die sozialen Problemlagen verändern sich. Wir stellen unser Informations- und Dienstleistungsangebot genau auf die Bedürfnisse der Menschen ab. Dabei sind unsere Netzwerkpartner, wie zum Beispiel Selbsthilfegruppen, wichtige Impulsgeber und Partner“, so Schmidjell.

Beratung zahlt sich aus – Familie erhält 2.000 Euro mehr

Aber nicht nur bei Schicksalen, gesundheitlichen Problemen oder deren Folgen, steht die AK den Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Auch wenn es um erfreuliche Lebenssituationen oder Anlässe geht – Beispiel Karenz und Kinderbetreuungsgeld:

Familie B. hatte sich via Internet über das Kinderbetreuungsgeld-Konto informiert und sich bereits für eine bestimmte Bezugsvariante entschieden. Eine Freundin riet ihnen, sich sicherheitshalber auch noch in der AK beraten zu lassen. Das hat sich für die werdenden Eltern ausgezahlt: Denn die AK-Expertinnen und Experten empfahlen Familie B. eine andere Bezugsvariante zu wählen, die den Betroffenen in Summe nun rund 2.000 Euro mehr bringt.

Die Beratungen zum Thema Kinderbetreuungs- und Wochengeld haben sich gegenüber dem Jahr 2016 fast verdoppelt - bereits 39 Prozent der persönlichen und über 40 Prozent der telefonischen Anfragen an die AK betreffen dieses Thema. Der Grund: „Das neue Kinderbetreuungsgeld-Konto sowie die neuen Leistungen Familienzeitbonus und Partnerschaftsbonus für alle Geburten ab 1. März 2017 bringen für die Eltern zwar flexible Wahlmöglichkeiten, erhöhen aber gleichzeitig die Komplexität und den Beratungsbedarf zu diesem Thema“, berichtet Eva Stöckl, Leiterin der Sozialpolitischen Abteilung der AK.

Deshalb bietet die Arbeiterkammer seit vergangenem Jahr regelmäßige Spezialberatungstage zum neuen Kinderbetreuungsgeld auch in den Bezirken Pongau, Pinzgau und Lungau an.

Über 30.000 Mal geholfen – das brachte fast 30 Millionen Euro

Die Bilanz der Sozialpolitischen Abteilung für das Jahr 2017: „Insgesamt haben wir im Vorjahr über 30.000 Beratungen durchgeführt, davon 5.648 persönlich, rund 23.500 telefonisch und 1.240 schriftlich, bzw. per E-Mail“, so Stöckl, „dieses Ergebnis bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine starke Steigerung: Die persönlichen Beratungen sind um 26,3 Prozent, die telefonischen um 6,8 Prozent und die schriftlichen um 6,4 Prozent gestiegen.“

Spitzenreiter waren Beratungen zum Thema Kinderbetreuungs- und Wochengeld sowie Pensionsrecht und Arbeitslosenversicherungsrecht.

487 Mal im Einsatz vor Gericht

Im Rahmen der Prozessvertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht wurden von der AK im vergangenen Jahr 487 Klagen eingebracht.

Der Großteil der Verfahren (62 Prozent) wurde zur Durchsetzung der Ansprüche auf eine Invaliditäts- bzw., Berufsunfähigkeitspension geführt. Weitere 19 Prozent der Prozesse haben die Gewährung oder Erhöhung des Pflegegeldes betroffen und 9 Prozent wurden zur Durchsetzung von Ansprüchen aus der Unfallversicherung geführt. „Bei der Durchsetzung von Ansprüchen auf Pflegegeld waren wir besonders erfolgreich - hier erzielten wir eine Erfolgsquote von 68 Prozent“, bilanziert Eder stolz.

„Die Mitgliedschaft bei der Arbeiterkammer bietet viel Beratungsangebot, Hilfe und einen umfassenden Schutz in sehr vielen Lebenslagen“, so der AK-Präsident, „speziell für jene, die keine Lobby haben oder sich keinen Anwalt leisten können.“

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