19.4.2018
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7.000 Euro für junges Ehepaar

Bei der Kindersachenbörse von AK und ÖGB gibt es nicht nur Spielzeug und Kleidung, sondern auch wertvolle Beratungen. Das stellten die ersten beiden Börsen am 7. April in Schwarzach und am 14. April in St. Michael unter Beweis: Eine Familie hatte sich schon für ein bestimmtes Kindergeld-Modell entschieden. Sicherheitshalber fragte das Ehepaar aber nochmal nach. Eine gute Entscheidung, denn AK-Expertin Ingrid van Tijn riet den Salzburgern zu einem anderen Modell. Dadurch bekommt die Familie jetzt um 7.700 Euro mehr Kinderbetreuungsgeld und beide Elternteile können sich an der Betreuung beteiligen „Wir helfen Salzburgs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Beruf und Familie zu vereinbaren. Das heißt: Bekommen sie ein Kind, dann haben sie das Recht auf bestmögliche finanzielle Unterstützung. Dafür sorgen wir“, so AK-Präsident Peter Eder, der gleichzeitig zur nächsten Börse am 28. April in Saalfelden einlädt. 

Bei der Kindersachenbörse von Arbeiterkammer und Gewerkschaft gibt es neben preiswerter Kinderbekleidung und Spielzeug auch Beratungen zu Themen, die für Familien wichtig sind: Beruflicher Wiedereinstieg, Mutterschutz und Karenz sowie zum Kinderbetreuungsgeld. Bei den ersten beiden Terminen am 7. April in Schwarzach (Pongau) und am 14. April in St. Michael (Lungau) drehten sich ein Großteil der Beratungen um die Wahl des richtigen Kinderbetreuungsgeldes.

„Die Regeln des aktuellen Kinderbetreuungsgeldgesetzes sind sehr komplex. Entscheidet man sich für die falsche Variante, drohen finanzielle Einbußen“, so Ingrid van Tijn von der Sozialpolitischen Abteilung der Arbeiterkammer Salzburg: „Das neue System hat aber auch Vorteile. Es fördert unter anderem die partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung mit finanziellen Zuckerln.“ 

Ein Fall blieb der AK-Expertin besonders in Erinnerung: Eine Ehepaar hatte sich bereits im Internet über das Kinderbetreuungsgeld informiert: Die junge Frau wollte eine pauschale Kontovariante in Anspruch nehmen. In Summe hätte sie in etwa 12.400 Euro bekommen. Aufgrund der finanziellen Abstriche, die der Vater befürchtete, wenn auch er sich an der Betreuung beteiligt, entschied sich die Familie schweren Herzens dafür, dass nur die Frau Kinderbetreuungsgeld beantragt.

Gut, dass sie bei der AK-Expertin nachfragten. Sie nahm den Fall der jungen Salzburger unter die Lupe. Sie rechnete die verschiedenen Varianten durch und kam zum Schluss, dass, wenn sich der Vater auch am Kinderbetreuungsgeldbezug beteiligt, die einkommensabhängige Variante das finanziell bessere Modell ist. Da der Vater sogar mehr als 61 Tage, nämlich 40 Prozent der gesamten Bezugsdauer, übernehmen würde, wird dem jungen Paar zusätzlich zum Kinderbetreuungsgeld noch ein einmaliger Partnerschaftsbonus in Höhe von 500 Euro pro Elternteil ausbezahlt.

Happy End für die junge Familie: Beide können sich nun der Betreuung des Kindes widmen und bekommen dafür insgesamt 20.100 Euro – über 7.700 Euro mehr als bei der zuvor angedachten Variante.  

Weitere AK/ÖGB-Kindersachenbörsen-Termine:

Die Kindersachenbörsen von AK und ÖGB finden jeweils von 9 bis 13 Uhr statt – und zwar:

  • Samstag, 28. April 2018 in der neuen Mittelschule Saalfelden im Pinzgau 
  • Samstag, 5. Mai 2018 im AK/ÖGB-Haus in Salzburg


Spezialberatungen in den Bezirken

„Der aktuelle Fall zeigt, das Kinderbetreuungsgeld ist sehr komplex“, so Ingrid van Tijn. „Fast jede zweite telefonische Beratung im Sozialversicherungsreferat der AK dreht sich um dieses Thema – Tendenz steigend.“ 

Damit werdende Eltern nicht den Überblick verlieren, können sie sich in der Arbeiterkammer beraten lassen: Entweder während der Beratungszeiten in der AK-Zentrale in der Stadt Salzburg (Montag bis Freitag: 8–12.30 Uhr) oder bei den Spezialberatungen in den Bezirken: 

  • Do, 3. Mai 2018, 10–18 Uhr, AK Tamsweg
  • Do, 24. Mai 2018,10–18 Uhr, AK Bischofshofen
  • Do, 21. Juni 2018, 10–18 Uhr, AK Zell am See 

Für die AK-Beratungen zum Kinderbetreuungsgeld können Termine unter T: +43 (0)662 86 87-302 vereinbart werden.

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