29.4.2021

Mit kontrollierten Wohnzimmertests Zeitdruck von Beschäftigten nehmen

Mit den ab morgen für Hallein geltenden Regelungen sind so viele Salzburgerinnen und Salzburg wie noch nie von der Ausfahrtsbeschränkung einer einzelnen Gemeinde betroffen. Damit verbunden, rechnet die Arbeiterkammer mit verstärkten Anfragen. Darunter auch Beschäftigte, die arbeitsrechtliche Konsequenzen durch eventuelles Zuspätkommen befürchten. „Ich gehe davon aus, dass die Behörden die Testkapazitäten in ausreichendem Umfang erhöht haben. Um den Menschen in dieser schwierigen Zeit künftig eine Sorge zu nehmen, müssen die Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene dafür sorgen, dass bei künftigen Ausfahrtsbeschränkungen kontrollierte Wohnzimmertests als Negativ-Nachweis gelten“, fordert AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

Die ab morgen geltenden Ausfahrtsbeschränkungen für Hallein stellen die Behörden vor enorme Herausforderungen. Aufgrund der regionalen Bedeutung als Wirtschaftsstandort und weil viele Menschen aus Hallein zur Arbeit auspendeln, ist die Situation mit anderen Gemeinden, die bisher abgeriegelt waren, kaum vergleichbar. „Die Kapazitäten wurden in den vergangenen Tagen ausgebaut, jetzt zeigt sich, ob diese ausreichen“, erklärt AK-Präsident Eder. Zahlreiche Anfragen in der AK legen jedenfalls nahe, dass es insbesondere bei Bekanntgabe der Maßnahme Schwierigkeiten gab, einen Testtermin zu ergattern. „Wir werden in den kommenden Wochen wohl noch die eine oder andere Ausfahrtsbeschränkung erleben. Um Druck von den Beschäftigten zu nehmen, ist es höchst an der Zeit, dass kontrollierte Wohnzimmertests etabliert werden. Bei einem negativen Ergebnis müssen diese zur Ausfahrt aus der Gemeinde berechtigen“, fordert AK-Präsident Peter Eder.

Die derzeitige rechtliche Lage ist klar: Kommen Beschäftigte zu spät in die Arbeit, weil sie vor Dienstbeginn noch testen waren und weil sie im Stau gestanden sind, wird dies von ihrer Arbeitszeit abgezogen. Ein berechtigter Dienstverhinderungsgrund und somit ein Entgeltanspruch liegt nur vor, wenn der Dienstnehmer alles Zumutbare unternommen hat, um pünktlich zur Arbeit zu kommen – und es dann doch nicht rechtzeitig schafft. 

AK-Präsident Peter Eder: „Wir beobachten die aktuelle Lage laufend und sehr genau. Sollte es durch diese oder andere Corona-Maßnahmen zu arbeitsrechtlichen Problemen kommen, stehen unsere Expertinnen und Experten mit ihrem Know-how zur Verfügung.“

Die AK-Arbeitsrechtsberatung, T: 0662/86 87 88, und die AK-Bezirksstelle Hallein, T: 06245/84149, stehen für Anfragen bereit. 


Links

Kontakt

Kontakt

Medien & Kommunikation
T: +43 (0)662 86 87-235
  • © 2021 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum