Eder: Aufkündigung der 'Aktion 20.000' rächt sich - Ersatz muss her!

Traurige Nachricht vom Salzburger Arbeitsmarkt: Trotz Hochkonjunktur und Fachkräftemangel steigt die Arbeitslosigkeit bei den Über-50-Jährigen stark an. Plus 127 Prozent in den letzten 11 Jahren. „Sinnvolle Maßnahmen, um ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Beschäftigung zu halten oder zu bringen – wie etwa die ‚Aktion 20.000‘ – wurden von der letzten Bundesregierung einfach gecancelt. Diese Kurzsichtigkeit rächt sich nun“, so AK-Präsident Peter Eder. Deshalb fordert die Arbeiterkammer von der nächsten, im Herbst gewählten Bundesregierung aktive Arbeitsmarktpolitik für Ältere, um dem ausufernden Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe nachhaltig den Kampf anzusagen.

Keine guten Nachrichten vom Salzburger Arbeitsmarkt – speziell für eine Altersgruppe - bringen die heute vom AMS veröffentlichten aktuellen Zahlen: Denn die älteren Arbeitslosen über 50 Jahre profitieren nicht von der an sich guten Konjunkturlage. Hier ist die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich zu 2018 um 3,3 Prozent gestiegen, in den letzten 11 Jahren sogar um 127 Prozent. „Hier rächt sich die Kurzsichtigkeit der letzten Bundesregierung“, kritisiert AK-Präsident Peter Eder, „beschäftigungsfördernde Maßnahmen, wie etwa die ‚Aktion 20.000‘, wurden einfach abgedreht.“ Dabei hat dieses Projekt einiges bewirkt: Österreichweit konnte dadurch 4.400 Personen, in Salzburg 102 Personen aus der Arbeitslosigkeit geholfen werden. Statt für diese Personen Notstandshilfe zu bezahlen, hat der Staat dadurch Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge kassiert.

„Solche sinnvollen Aktionen müssen wieder her“, so der AK-Präsident in Richtung jener Regierung, die im Herbst 2019 die derzeitige Übergangsregierung ablösen wird, „auch ein Umdenken in den Chefetagen ist angesagt: Kompetenzen älterer Mitarbeiter wie Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein, Loyalität und Motivation werden leider zu oft unterschätzt, statt jenen Menschen eine Chance zu geben. Auch vor dem Hintergrund des herrschenden Fachkräftemangels müssen sich die Betriebe endlich einen Ruck geben und mehr ältere Arbeitnehmer beschäftigen.“ 

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