28.5.2020

Was kostet die Schule? Große Schulkostenerhebung startet

Schreibwaren, Beiträge, Selbstbehalte: Schule kostet Geld. Wie viel an finanzieller Belastung konkret auf Salzburgs Familien zukommt, wollen die Arbeiterkammer und das Umfrageinstitut SORA jetzt erheben. „Wir wollen Kostenwahrheit und Kostenklarheit schaffen und uns für Entlastungen stark machen“, ruft AK-Präsident Peter Eder Salzburgs Eltern zur Teilnahme auf, „speziell nach Corona, wenn viele Familienbudgets wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit schmäler sind, zählt jeder Euro doppelt.“ Eltern werden gebeten, sich bis 30. September 2020 auf www.schulkosten.at anzumelden und über die Schulkosten ihres Nachwuchses online Buch zu führen. Land Salzburg und Elternvereinigungen unterstützen diese Studie.

AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder: „Je mehr Eltern an dieser Studie teilnehmen, desto mehr Unterstützung haben wir als Interessenvertretung der Beschäftigten und als Lobby der Schwächeren, um uns für Verbesserungen in Form von Entlastungen stark zu machen.“

„Damit die Politik die richtigen Maßnahmen treffen kann, braucht sie gute Entscheidungsgrundlagen wie die Schulkostenerhebung. Die Herausforderungen welche Eltern zu stemmen haben sind sehr groß. Wir bemühen uns seitens des Landes, dafür bestmögliche Unterstützungen zur Verfügung zu stellen“, so Bildungslandesrätin Maria Hutter.

„Wir werden den Elternvereinen die Bewerbung dieser Studie und Teilnahme daran ans Herz legen“, sagt Sabine Gabath, Vorsitzende des Salzburger Landesverbandes der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, „auch, um mehr Kostenbewusstsein an den Schulen zu schaffen.“

Helmuth Schütz, Obmann des Landesverbandes der Elternvereinigungen an den mittleren und höheren Schulen in Salzburg stößt ins selbe Horn: „Der Besuch öffentlicher Schulen in Österreich ist ja an sich kostenlos - die Erhebung wird zeigen, wie viel Budget Eltern trotzdem für den Schulbesuch ihrer Kinder aufwenden müssen.“   

Warum „Schulkostenstudie“?

Die diesjährige Schulkostenstudie soll dabei helfen,

  • einen aktuellen Überblick über die „versteckten“ Kosten eines Schuljahres zu gewinnen,
  • die finanziellen Belastungen für Haushalte aufzuzeigen,
  • Möglichkeiten und Vorschläge zu ermitteln, um Familien künftig besser zu entlasten.

„Es geht um Gerechtigkeit – allen Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft müssen die gleichen Bildungschancen offen stehen, unabhängig vom finanziellen Background des Elternhauses“, bekräftigt Eder.

Wer kann wie mitmachen?

Alle Eltern von Schulkindern, egal welcher Schultyp – mit Ausnahme von Berufsschulen – können an dieser Erhebung mitmachen. Familien, die teilnehmen wollen, können sich bis 30. September 2020 auf www.schulkosten.at registrieren. Unter dieser Adresse werden dann online die Kosten eingetragen, egal ob es um Schreibmaterial, Schulbücher und Hefte, Eintrittsgelder, Ausflüge oder Nachhilfe geht.

Als kleines Dankeschön werden unter den teilnehmenden Eltern monatlich Sachpreise verlost.

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