Österreichweit einzigartige Pflegeausbildung startet

Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig ein funktionierendes Gesundheitssystem und bestens ausgebildete Pflegekräfte sind. Um dies zu gewährleisten, ist die berufliche Durchlässigkeit ein entscheidendes Kriterium. „Im Sinne der Patientinnen und Patienten sowie der Beschäftigten ist der Arbeiterkammer die Durchlässigkeit im Gesundheitssystem ein wichtiges Anliegen. Mit dem österreichweit einzigartigen Vorbereitungslehrgang an unserem BFI zeigen wir, wie die Ausbildung zur Pflegefachassistenz attraktiver gemacht werden kann“, erklärt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

BFI Salzburg

Mehr Infos zur neuen Ausbildung finden Sie auf: www.bfi-salzburg.at/pfa-bsc 

Mit der Novelle zum Krankenpflegegesetz im Jahr 2016 wurde die 2-jährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz eingeführt. Obwohl damals viel Wert auf die Durchlässigkeit zu höheren Ausbildungen gelegt wurde, waren zahlreiche Hürden im Weg. Verbesserung schafft nun das BFI der AK Salzburg. Ab Herbst 2020 können sich künftige Fachhochschulstudierende im Rahmen eines Lehrgangs berufsbegleitend auf ihr Studium vorbereiten. In weiterer Folge profitieren sie von einer verkürzten Studienzeit, da sie an der Fachhochschule (FH) Salzburg direkt im 2. Ausbildungsjahr einsteigen können. Möglich macht dies eine Kooperation mit der FH. 

Rosina Klausner, Direktorin der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der AK am BFI, ist überzeugt mit dem neuen Angebot ins Schwarze zu treffen. „Viele Absolventinnen und Absolventen der Ausbildung zur Pflegefachassistenz waren bislang enttäuscht, wenn sie realisierten, dass sie für den beruflichen Fortschritt quasi wieder von vorne beginnen müssen. Durch den berufsbegleitenden Lehrgang verkürzt sich nunmehr die weitere Studiendauer an der Fachhochschule um 1 Ausbildungsjahr“, erklärt Klausner. 

Besonders stolz ist die Direktorin, dass das BFI mit Blended-Learning – einer Mischung aus digitalen Inhalten und klassischem Präsenzunterricht – am Puls der Zeit ist. „In der Corona-Krise haben wir unsere Pflegeausbildungen gut gemeistert. Ohne Ausbildungsverzögerung oder Verschieben von Prüfungen, wurde der Unterricht nach nur 14 Tagen auf virtuelle Konferenzen umgestellt. Der neue Kurs ist nunmehr von vornherein so konzipiert, dass ein Gutteil der Inhalte mithilfe von E-Learning-Angeboten zeit- und ortsungebunden erlernt und vertieft werden kann. Erstmalig in Österreich ist es somit Pflegefachassistentinnen und -assistenten möglich, in ein Bachelorstudium einzusteigen.“  

Neue Ausbildung ist Win-Win-Situation

AK-Präsident Peter Eder ergänzt: „Wenn wir auch in Zukunft eine herausragende Gesundheitsversorgung für die österreichische Bevölkerung haben wollen, brauchen wir top ausgebildetes Personal. Von der verkürzten Ausbildung zum Bachelor für Gesundheits- und Krankenpflege profitieren daher nicht nur die zukünftigen diplomierten Kräfte, sondern auch die Patientinnen und Patienten.“ Eder sieht die Ausbildung zudem als Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Auch wenn es gerade im Pflegebereich noch viele Baustellen gibt – hohe Fluktuation, geringe bzw. gar keine Ausbildungsentschädigung, geringe Bezahlung in großen Teilbereichen – so sichert die gehobene Ausbildung den künftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern bessere Verdienstmöglichkeiten, ein Wechsel in anderen Branchen wird unwahrscheinlicher. 

Info-Abend am kommenden Mittwoch

Nach der erfolgten Konzeption und Abschluss aller Vorbereitungsarbeiten freuen sich Eder und Klausner nunmehr auf den Start des Lehrgangs im Oktober 2020. Bis dahin stehen einige Info-Abende – coronabedingt via Zoom-Konferenz – auf dem Programm. Der erste Info-Abend geht am kommenden Mittwoch, 15. Juli, von 17 bis 18.30 Uhr über die Bühne. 

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