30.04.2021

Mit Zuversicht und Zusammenhalt den Weg aus der Krise beschreiten

Eder & Proschofski: „Angesichts der dramatischen Situation am Arbeitsmarkt, braucht es Planungssicherheit, Optimismus und eine aktive Arbeitsmarktpolitik, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen!“

Das zweite Jahr in Folge überschattet die Corona-Pandemie den höchsten Feiertag der ArbeitnehmerInnen-Bewegung, den Tag der Arbeit am 1. Mai. Die damit verbundenen Einschränkungen haben in den nun knapp 14 Monaten der Pandemie dazu geführt, dass wir mit einer besorgniserregenden Lage am Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Die Arbeitslosenquote ist erschreckend und mit vielen Einzelschicksalen verbunden. Auf eine Arbeitsstelle kommen derzeit sieben Arbeitssuchende. In Wien werden schon die Verhandlungen über das nächste Kurzarbeitsmodell geführt. Ein Modell, dem wir es zu verdanken haben, dass trotz Krise tausende Jobs gerettet werden konnten.

„Auch wenn die aktuelle Situation besorgniserregend ist, so müssen wir nun in einem gemeinsamen Kraftakt mit Zuversicht den Weg aus der Krise beschreiten. Letzten Endes hat sich in der Zeit der Pandemie wieder bestätigt, dass jede Krise auch Chancen birgt. Denn mit der Krise kam auch der Weg zurück zum sozialpartnerschaftlichen Miteinander. Dieser Zusammenhalt hat unser Land in den letzten Jahrzehnten zu Wohlstand und sozialem Frieden verholfen und wird uns auch aus der Krise führen“, zeigt sich AK-Präsident & ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder zuversichtlich und zeigt zugleich die Wege auf, die uns gemeinsam wieder zu alter Stärke verhelfen: „Wir brauchen einen modernen Sozialstaat, der den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht wird. Wir brauchen ein Recht auf Arbeit und eine Neu-Verteilung von Arbeitszeit, um wieder Vollbeschäftigung zu erzielen. Faire Löhne und ein leistbarer Wohnraum, der Familien ein Dach über dem Kopf sichert. Ein Gesundheitssystem, das allen Menschen dieselbe Versorgung garantiert, statt auf dem Prinzip der Mehr-Klassenmedizin aufzubauen. Eine faire Verteilung der Krisenkosten, damit nicht wieder alles auf die ArbeitnehmerInnen abgewälzt wird. Ein Wirtschaftssystem, das nicht dem Streben nach Profit untergeordnet ist, sondern Mensch und Umwelt in den Mittelpunkt rückt!

Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Betriebsrat als starke Partner

Es ist der österreichischen Tradition der Sozialpartnerschaft zu verdanken, dass wir heute trotz besorgniserregender Entwicklungen besser da stehen, als die meisten anderen Länder auf der Welt. Viele wichtige Kompromisse konnten im vergangenen Jahr dank einem auf Dialog basierten Interessenausgleich erzielt werden. Ein neuer General-Kollektivvertrag, das Home-Office-Gesetz und die Kurzarbeitsmodelle sind nur einige Beispiele dafür. Doch auch die Sozialpartnerschaft im Betrieb hat sich wieder mal als Erfolgsmodell bewiesen. So ergab eine Erhebung des IFES-Institut, die im Auftrag von Arbeiterkammer und ÖGB durchgeführt wurde, dass Unternehmen mit einem Betriebsrat besser durch die Krise kommen als andere. „Wo Betriebsräte vor Ort sind, funktioniert es einfach besser. Betriebsräte können die negativen COVID-Auswirkungen dämpfen und davon profitieren die Beschäftigten und die Betriebe. In fast jedem dritten Betrieb, wo Betriebsräte sehr gut eingebunden sind, hat es während der Kurzarbeit sogar mehr Geld gegeben, weil die Unternehmen dort freiwillige Aufzahlungen geleistet haben“, informiert Eder über die Ergebnisse der Studie an der 2.100 BetriebsrätInnen aus ganz Österreich teilgenommen haben.

„Wir rufen daher unter dem Motto ‚Sei du die starke Stimme im Betrieb‘ alle Menschen, die mit uns gemeinsam für eine bessere Zukunft arbeiten wollen, dazu auf, einen Betriebsrat in ihrem Betrieb zu gründen, wenn sie noch keinen haben. Unterstützung bekommen sie dabei jederzeit von Gewerkschaft und Arbeiterkammer. Gemeinsam sind wir die starken Partner der ArbeitnehmerInnen in Österreich und sorgen für gerechte Arbeitsbedingungen“, berichtet ÖGB-Landesgeschäftsführerin Gabi Proschofski über die aktuelle Kampagne des Gewerkschaftsbundes und ergänzt: „Parallel dazu starten wir in Salzburg am 1. Mai eine Befragung an Salzburger Gewerkschaftsmitglieder, damit sie sich mit ihren Anliegen an uns wenden können. Wir wollen durch einen breit angelegten Dialog mit den Menschen gemeinsam nach Lösungen suchen und dazu geben wir ihnen mit der Umfrage die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen. Der persönliche Kontakt ist ja seit mehr als einem Jahr nur sehr eingeschränkt möglich. Bis sich das wieder ändert, soll die Online-Umfrage andere Wege eröffnen.“

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