Mieten: Kritik an Grünen-Forderung

Für Unverständnis bei der AK sorgt die nebulöse Forderung der Grünen nach einer Miete von 7 Euro pro Quadratmeter. „Es ist schon gewagt, dass das jene fordern, die eine Mitschuld am Ende des nachhaltigen Salzburger Wohnbaufonds tragen. Und dann hat man noch nicht einmal konkrete Ideen, wie es funktionieren soll“, sagt AK-Präsident Peter Eder. Fordern allein sei zu wenig. Ein Beispiel, wie niedrige Mieten um 7,50 Euro möglich werden, ist das mit der Wohnbaugenossenschaft Bergland umgesetzte Bürmooser Modell. 

„Steigende Mieten sind kein Naturgesetz!“, sagen Grüne Gewerkschafter und Klubobfrau Martina Berthold heute in einer Aussendung und fordern Preise von 7 Euro brutto pro Quadratmeter für geförderte Wohnungen.  

Die Idee ist gut und deckt sich mit den Zielen der Arbeiterkammer. Aber man muss sie in den richtigen Kontext rücken: „Es ist mutig, dass eine Partei diese Ansage macht, die bei der Zerstörung des nachhaltig aufgestellten Salzburger Wohnbaufonds vorne mit dabei war. Und es ist unrealistisch, wenn man nicht sagt, wie man dieses Ziel erreichen will!“, kritisiert AK-Präsident Peter Eder: „Die Landesregierung soll endlich zugeben, dass das Zerschlagen des Wohnbaufonds ein Riesenfehler war. Als einer der Totengräber dieses bewährten Modells jetzt einfach Forderungen in den Raum zu stellen, ist zu wenig.“

Konkrete Maßnahmen statt vage Ansagen – Bürmoos als Vorbild

Für Peter Eder ist klar: „Es braucht konkrete Maßnahmen. Man muss sagen, wie es funktionieren soll. Gute Vorschläge liegen am Tisch. Zum Beispiel das Bürmooser Modell, das ich in meiner Zeit als Bürgermeister mit der Wohnbaugenossenschaft Bergland umgesetzt habe. Wir haben eine Warmmiete von 7,50 Euro pro Quadratmeter erreicht – durch Mobilisierung von günstigem Grund und  kostensparendes Bauen. Aber nicht mit nebulösen Forderungen und Ansagen. Die Menschen haben sich konkrete Ideen und Taten verdient!“

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