29.7.2020

Neues Kurzarbeits-Modell bringt Beschäftigten viele Vorteile

„Die Corona-Pandemie wird noch einige Zeit einen Schatten auf den Arbeitsmarkt werfen. Deshalb war es umso wichtiger, dass ein überarbeitetes Modell Beschäftigten und Unternehmen Planungssicherheit gibt“, begrüßt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder das heute vorgestellte Kurzarbeits-Paket. Als besonders wichtig erachtet er die Einführung besserer Kontrollmöglichkeiten, um Missbrauch zu verhindern sowie die monatliche Abrechnung nach tatsächlicher Leistung, statt Durchrechnung über die gesamte Kurzarbeit. Zielgerichtete Weiterbildungsmaßnahmen in der Kurzarbeit sieht er als Chance für den Wirtschaftsstandort. „Das BFI der AK ist dabei wichtiger Ansprechpartner für alle Beschäftigten und Betriebe“, so Eder.

„Mit dem neuen Kurzarbeits-Modell ist den Sozialpartnern und der Regierung ein gutes Instrument gelungen, um die Folgen der Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt zu bekämpfen“, bringt es AK-Präsident Peter Eder auf den Punkt. Besonders positiv sieht er die neuen Maßnahmen zur Missbrauchsbekämpfung. Zahlreiche Hinweise und Anfragen in der AK-Beratung zeigen, dass dies dringend notwendig war. „Bei Ausbruch der Krise ging es insbesondere darum, möglichst viele Menschen in den Betrieben zu halten und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Mitnahmeeffekte, die dadurch entstanden sind, werden künftig verringert. Kurzarbeit wird erst nach Kontrolle der tatsächlichen wirtschaftlichen Betroffenheit inklusive Prognoserechnung bewilligt“, erklärt Eder.

Kontrolle der Abrechnung wird erleichtert

Erfreulich aus Beschäftigtensicht ist die monatliche Abrechnung der tatsächlich erbrachten Leistung, anstelle der Durchrechnung über den gesamten Kurzarbeits-Zeitraum. „In der Beratungspraxis war selbst für Expertinnen und Experten der AK nicht leicht nachvollziehbar, ob die Lohabrechnung korrekt erfolgt ist. Wenn nun in einem Monat mehr Stunden, als vereinbart gearbeitet werden, dann werden diese auch ausbezahlt“, so Eder.

Weiterbildung als Chance - BFI steht bereit

Grundsätzlich positiv sieht der AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzende auch den Fokus auf die Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Die Krise kann so zur Chance werden, indem die beruflichen Fähigkeiten jedes Einzelnen verbessert werden. Von noch besser ausgebildeten Fachkräften profitiert letzten Endes der gesamte Wirtschaftsstandort“, ist sich Eder sicher. Das BFI der AK steht jedenfalls mit passenden Weiterbildungsangeboten bereit. Zu bedenken gibt der AK-Präsident allerdings, dass die Kosten nicht an den Betroffenen hängen bleiben dürfen, da diese durch die Kurzarbeit ohnehin bereits einen Teil ihres Einkommens verlieren. „Kurskosten müssen entweder von den Unternehmen oder aus AMS-Mitteln gedeckt werden“, so Peter Eder abschließend.

Links

Kontakt

Kontakt

Medien & Kommunikation
T: +43 (0)662 86 87-235
  • © 2020 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum