25.3.2020

In Salzburg nutzen bereits 500 Firmen die Corona-Kurzarbeit

Die von den Sozialpartnern ausverhandelte Corona-Kurzarbeit stößt auf reges Interesse bei Salzburger Betrieben. 500 Firmen – darunter 310 KMU – nutzen bereits das Modell. Mit Stand Mittwoch-Mittag waren 14.500 Beschäftigte betroffen. Ihr großer Vorteil: Anstatt 55 Prozent Netto-Ersatzrate beim Arbeitslosengeld, erhalten sie je nach Einkommenshöhe zwischen 80 und 90 Prozent ihrer Brutto-Einkünfte. „Die hohe Akzeptanz zeigt, wie gelungen das Paket ist, das die Sozialpartner geschnürt haben. Mittlerweile gibt es für Unternehmen keinen Grund mehr ihre Beschäftigten zu kündigen. Jene Unternehmen, die das trotzdem tun, handeln verantwortungslos gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, stellt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder klar.

Mit der Corona-Kurzarbeit ist den Sozialpartnern ein großer Wurf gelungen. Mit der Möglichkeit die Arbeitszeit um 90 Prozent zu reduzieren und vorübergehend sogar auf 0 Stunden herunterzufahren, können alle Widrigkeiten der aktuellen Krise optimal abgefedert werden. Weiterer Vorteil für die Firmen: Sobald der Motor wieder anspringt, steht das Know-how der Arbeitskräfte zur Verfügung. Trotz zahlreicher Vorteile sowohl für Firmen als auch Beschäftigte, sehen sich noch immer unzählige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrer Kündigung konfrontiert. „Hier werden die Menschen ohne Notwendigkeit in die Arbeitslosigkeit geschickt – inklusive der großen finanziellen Nachteile, die sie dann zu schultern haben. Ich fordere die Betriebe auf, von dieser Praxis abzugehen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber verantwortungsvoll zu agieren“, sagt AK-Präsident Peter Eder.

In diesem Zusammenhang verweist er auf die kürzlich neu geschaffene Möglichkeit, dass auch Lehrlinge die Kurzarbeit nutzen können. „Laufend melden sich verunsicherte Lehrlinge bei uns in der AK. Dabei ist klar: Dank einer raschen Anpassung durch die Sozialpartner bekommt der Lehrling weiterhin 100 Prozent seiner Lehrlingsentschädigung. Das Nettoentgelt wird dem Arbeitgeber in vollem Umfang refundiert“, weiß Eder.

KURZARBEIT AUCH FÜR KMUs ATTRAKTIV

Die aktuellen Zahlen bestätigen die Attraktivität der Corona-Kurzarbeit eindrucksvoll. Mit Stand Mittwoch-Mittag waren 14.500 Beschäftigten in 510 Betrieben in Kurzarbeit. 300 dieser Betriebe haben 5 oder weniger Beschäftigte. „Hier zeigt sich, dass Kurzarbeit auch in KMUs umsetzbar ist – die Firmen müssen nur wollen“, stellt AK-Präsident Peter Eder abschließend klar.

Service-Link: Berechnungsbeispiel zur Kurzarbeit

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