Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

Über 25.000 Salzburger stehen aktuell ohne Arbeit da – damit hat sich die Arbeitslosigkeit verdoppelt. Mit diesen schlechten Vorzeichen startet der Salzburger Arbeitsmarkt ins neue Jahr. Neben der starken Betroffenheit von Gastronomie & Beherbergung (+500% Jobsuchende) kam es weiters zu einer generellen Verfestigung der Arbeitslosigkeit: Mehr als 5.000 Menschen suchen seit über einem halben Jahr vergeblich einen neuen Job. „Jetzt braucht es mehr denn je aktive Arbeitsmarkt-Politik, zielgenaue Umschulungsangebote und eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70% der Nettoersatzrate.“ 

Die Corona-Krise hat dem Salzburger Arbeitsmarkt eine horrende Zunahme an arbeitslosen Menschen beschert: 25.021 Personen stehen aktuell ohne Job da. Das bedeutet ein Plus von 94,6 Prozent. Ein Großteil des Zuwachses geht auf die Kappe der „Gastronomie & Beherbergung“. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit in dieser Branche um über 500 Prozent zugenommen. Am meisten davon betroffen sind die südlichen Bezirke im Bundesland Salzburg: Pinzgau (+309%), Pongau (+175%) und Lungau (+157%).  

„Die Verdoppelung der Jobsuchenden ist zum einen auf die aktuellen Entwicklungen im 3. Lockdown und zum anderen auf eine generelle Verfestigung der Arbeitslosigkeit zurückzuführen“, so Peter Eder. „Mehr als 5.000 Menschen suchen seit mehr als ein halbes Jahr eine neue Arbeit. Um den Menschen in dieser schwierigen Situation den nötigen Halt zu geben, ist es höchste Eisenbahn, aktive Arbeitsmarktpolitik zu forcieren, arbeitssuchenden Menschen mit nachhaltigen Umschulungsmaßnahmen neue Chancen zu eröffnen und das Arbeitslosengeld auf 70% der Nettoersatzrate zu erhöhen.“  

Zudem fordert Eder, dass die mit 31.12.2020 abgelaufene Aufstockung der Notstandshilfe auf die Höhe des Arbeitslosengeldes weiter verlängert werden muss. „Auch das AMS benötigt mehr personelle Ressourcen, um die bestmögliche Betreuung der Jobsuchenden zu garantieren“, betont der AK-Präsident. „Es wäre auch an der Zeit, über eine Jobgarantie für Arbeitslose nachzudenken. Menschen, die vor allem schon länger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, sollen durch öffentliche oder gemeinnützige Jobs zurück ins Arbeitsleben geholt werden.“ 

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