30.03.2021

Home-Office führt zu vielen Anfragen in der Lohnsteuer-Beratung

Ein verstärkter Beratungsbedarf in Sachen Arbeitnehmerveranlagung lässt aktuell die Beratungszahlen in der AK-Lohnsteuerberatung steigen. Für Kopfzerbrechen sorgen dabei die steuerlichen Regelungen des Home-Office-Gesetzes, die allerdings noch immer nicht beschlossen sind. „Durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit haben mehr als 100.000 Salzburgerinnen und Salzburger Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Viele von ihnen sind auf jeden Cent angewiesen. AK und ÖGB helfen ihnen im Rahmen der Steuerlöscher-Aktion dabei, zu viel bezahlte Steuern zurückzuholen“, sagt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

Unter strengen Corona-Hygieneauflagen geht ab Montag, 3. Mai, der AK/ÖGB-Steuerlöscher in die 14. Runde. Eines steht bereits fest: Die Salzburgerinnen und Salzburger brauchen jetzt jede finanzielle Entlastung, die sie  bekommen. Dies schlägt sich in den Anmeldezahlen nieder: Der Run auf den Steuerlöscher ist enorm, es sind bereits 6000 Plätze vergeben.

NEUES SERVICE: ONLINE-STEUERLÖSCHER

Der Beratungen finden nach telefonischer Terminvereinbarung vor Ort in der AK statt. Am Puls der Zeit ist die AK mit ihrem neuen Online-Steuerlöscher. Dabei werden alle relevanten Unterlagen auf einen sicheren Web-Server hochgeladen. Nach einem Experten-Check wird die Veranlagung direkt ans Finanzamt geschickt.

TOP-THEMA: HOME-OFFICE

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass Home-Office das Top-Thema der Beratungen sein wird. „Die Regierungs-Ankündigung einer Home-Office-Pauschale hat zahlreiche Hoffnungen geweckt. Geblieben ist lediglich, dass im Krisenjahr 2020 – zusätzlich zu bisher geltenden Regelungen – Ausgaben von bis zu 150 Euro für ergonomisches Büromobiliar ohne Anrechnung auf das Werbungskostenpauschale geltend gemacht werden können“, weiß AK-Steuerexperte Peter Lederer. Beschäftigten, die diese Kosten absetzen wollen, rät er zu ein wenig Geduld. „Aktuell fehlt noch die entsprechende Eingabemöglichkeit. Die Implementierung wurde vom Finanzministerium für April angekündigt.“

Darüber hinaus bleibt laut Lederer in Sachen Home-Office und Arbeitnehmerveranlagung 2020 noch alles beim Alten. „Aufwendungen für beruflich verwendete Computer und Zubehör wie Drucker und Scanner sind Werbungskosten. In der Regel können 60% der Kosten geltend gemacht werden“, erklärt der Steuerexperte. Erhöhte Kosten für Strom oder Heizung durchs Home-Office können hingegen nicht abgesetzt werden.

HIER MACHT SICH DIE ARBEITNEHMERVERANLAGUNG BEZAHLT

Neben Beschäftigten im Home-Office rät Lederer insbesondere Niedrigverdienerinnen und -verdienern sowie Familien dazu, die Beratung in Anspruch zu nehmen. „Die Sozialversicherungsrückerstattung wurde erhöht und beträgt nun maximal 900 Euro“, weiß Lederer. Auch in Sachen Familienbonus zahlt sich oft eine Beratung aus. „In vielen Fällen lohnt eine Aufteilung auf beide Elternteile, um den vollen Betrag zu erhalten“, so der Experte.

Die Steuerlöscher-Aktion macht sich bereits seit 14 Jahren für die Mitglieder bezahlt. So konnten im Jahr 2019 bei 9.000 Beratungen 10 Millionen an Gutschriften erzielt werden – im Schnitt 1.100 Euro. „Der Weg durch den Steuerdschungel ist sehr komplex und oft verwirrend. Auf den Steuerausgleich zu verzichten ist keine Option, da gerade jetzt viele Menschen auf jeden Cent angewiesen sind. Ich freue mich daher, dass wir auch heuer wieder unseren Mitgliedern dabei helfen können, das Beste herauszuholen“, so AK-Präsident Eder abschließend.

JETZT TERMIN SICHERN ODER ONLINE DURCHFÜHREN

Wer das Optimum bei seiner Arbeitnehmerveranlagung rausholen will, kann jetzt noch einen Termin über die AK/ÖGB-Steuerlöscher-Hotline 0662/86 87 86 buchen. 

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