02.01.2019

Enorme Preisunterschiede bei Salzburgs Skiverleihern

107 Angebote für Skiausrüstungs-Verleih hat die AK erhoben. Die Resultate: Enormes Preisgefälle zwischen den Bezirken, oft günstigere Angebote für Kinder oder Rabatte für Familien. Sich für 1 Tag Skier auszuborgen, kostet je nach Region zwischen 8 und 37 Euro – eine Differenz von 363 Prozent. „Seit unserer letzten Erhebung 2013 sind die Preise für geliehene Ausrüstungen im Schnitt um fast 30 Prozent gestiegen, also 3,5-mal so stark wie der Verbraucherpreisindex“, sagt AK-Präsident Peter Eder, „speziell für Familien empfiehlt es sich, die Augen nach günstigen Leihangeboten offen zu halten – fast alle Anbieter und ihre Preise sind online zu finden. Und über zwei Drittel gewähren einen Bonus, wenn man online bucht.“      

Touristen, Anfänger und Wiedereinsteiger, Wenigfahrer oder Kinder, deren Eltern sich nicht jedes Jahr eine neue Ausrüstung für ihren Nachwuchs leisten können oder wollen: Die Kundschaft von Skiverleihern ist vielfältig. Vielfältig auch die Angebote und groß die Unterschiede zwischen „prominenten“ Skigebieten und kleineren Regionen abseits der großen Skischaukeln. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer: So sind je nach Bezirk Preisunterschiede beim Erwachsenen von bis zu 363 Prozent (8, bzw. 37 Euro) für 1 Tag geliehene Skier möglich. Dafür gewähren fast 2 Drittel der Anbieter Rabatte oder Vergünstigungen für Familien – etwa Kinderhelme gratis zu den gemieteten Schi dazu. Auch beim Skiservice sind je nach Region große Unterschiede festzustellen. Frisch gewachste „Brettln“ sind mancherorts schon für 4, andernorts erst für 14 Euro zu haben – Differenz: 250 Prozent.

Ganz generell sind die Preise für eine geliehene Ausrüstung in den vergangenen 5 Jahren überproportional gestiegen: Im Schnitt um 28,3 Prozent. Zum Vergleich: Der VPI ist im selben Zeitraum um 7,7 Prozent gestiegen.

„Positiv ist, dass fast alle Preise im Internet zu finden sind“, sagt AK-Präsident Peter Eder, „vor dem Skitag online recherchieren und dabei gleich seine Ausrüstung buchen, kann einiges an Geld sparen.“ Die AK-Konsumentenschützer haben Preisnachlässe zwischen 10 und 30 Prozent für Online-Buchungen gefunden.

Große Preisunterschiede beim Skiverleih

Alter der Person, Dauer der Miete sowie Umfang und Qualität der Ausrüstung sind jene Kriterien, die den Preis bestimmen. „Die Preisunterschiede sind bei den Erwachsenen am höchsten“, berichtet Erhebungsleiter Christian Obermoser, „ Bis zu 363 Prozent kann jener, ausgehend vom günstigsten Angebot, bei einer 1-tägigen Skimiete betragen.“ Bemerkenswert sind die Preisstaffelungen bei längerer Mietdauer: Der 7. Tag ist oft „geschenkt“. 7 Tage sind im Schnitt zum Preis von 4,67 Eintagesbuchungen zu haben. 1 Woche Skier ausleihen, kostet demnach zwischen 56 und 141 Euro (Differenz 152 Prozent).

Mit einer Ausnahme wurden überall unterschiedliche Qualitätsstufen bei den Skiern für Erwachsene angeboten. Das hat natürlich seinen Preis: Im Schnitt sind für das qualitativ hochwertigste Angebot um fast 2/3 des Mietpreises aufzuschlagen (+62 Prozent).

Weitere Ausrüstungsgegenstände und ihre Preise:

  • Skischuhe: zwischen 4 und 19 Euro pro Tag sowie 20 bis 70 Euro für 7 Tag
  • Stöcke: zwischen 1 und 6 Euro pro Tag sowie 7 bis 25 Euro für 7 Tag
  • Helm: zwischen 2 und 10 Euro pro Tag sowie 11 bis 42 Euro für 7 Tage

Viele Familienrabatte

Positiv: 67 Anbieter, also fast 2 Drittel, gewähren Rabatte für Familien. Die häufigste Variante ist, dass Kinder bis 10 Jahre gratis die Ausrüstung leihen können, wenn auch 2 Erwachsene leihen. Manchmal reicht auch schon 1 Erwachsener, damit das Kind umsonst durchgeht. Manche Anbieter geben auch verschiedene Vergünstigungen ab mehreren Kindern. „Wenn also die gesamte Familie eine Ausrüstung benötigt, kann hier einiges gespart werden“, so Konsumentenschützer Obermoser.

Auch Skiservice viel teurer geworden

Egal ob lediglich Wachsen, kleines (Wachsen, Belag und Kanten schleifen) oder großes (zusätzlich auch Belag ausbessern) Service: Auch hier sind die Kosten über dem VPI gestiegen. Und zwar im Schnitt um das Doppelte seit der letzten AK-Erhebung 2013.
Aktuell betragen die durchschnittlichen Preisdifferenzen beim großen Service 105 Prozent (22 bis 45 Euro), beim kleinen Service 100 Prozent (15 bis 30 Euro) und beim Wachsen 250 Prozent (4 bis 14 Euro). 

Bezirksvergleich zeigt Preisgefälle bis zu 80 Prozent

Ein Blick auf den Bezirksvergleich erklärt die hohen Preisunterschiede. „Diese sind weniger in den jeweiligen Skigebieten selbst zu finden“, erklärt Obermoser, „oft haben Anbieter im gleichen Ort ähnliche Preise und Rabatte. Vielmehr ist es so, dass in großen, prominenten Skigebieten auch das Leihangebot entsprechend hochpreisiger ausfällt.“
Die Unterschiede sind laut Erhebung vor allem bei der Tagesmiete enorm. So kostet etwa das Erwachsenen-Set im Pinzgau um 80 Prozent mehr als im Tennengau. Interessantes Detail: Der Fokus ist Innergebirg nicht auf den Tagesausflügler, sondern auf den Skiurlauber gerichtet: Mietet man die gleiche Ausrüstung für eine ganze Woche, dann schmilzt der Unterschied auf 20 bis 36 Prozent im Vergleich zum Tennengau. 




Downloads

Links

Kontakt

Kontakt

Medien & Kommunikation
T: +43 (0)662 86 87-235
  • © 2019 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum