17.2.2021

AK und WK Salzburg: Auch Nasal-Tests müssen als Türöffner gelten

In Kombination mit weiteren notwendigen Öffnungsschritten fordern die Salzburger Sozialpartner Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer, dass die einfach durchzuführenden Anterio-Nasal-Tests („Nasenbohrer-Tests“) künftig als „Eintrittskarte“ für sämtliche Bereiche des täglichen Lebens – vom Friseur bis hin zur Gastronomie – akzeptiert werden. Zu diesem Zweck sollten sie auch beim betrieblichen Testen anwendbar sein.

„In den Schulen werden die Nasal-Tests sehr gut angenommen, in Kürze verteilen die Apotheken kostenlose Test-Kits: „Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass diese Form der Testungen nicht generell Teil einer Lockerungsstrategie für die schwer angeschlagene Wirtschaft ist und anerkannt wird“, so AK-Präsident Peter Eder und WK-Präsident Peter Buchmüller unisono.

Österreichs Wirtschaft und die Beschäftigten leiden seit Monaten unter den covid-bedingten Einschränkungen. Ein baldiges Ende des Lockdowns und eine Perspektive etwa für das Hotel- und Gastgewerbe ist seit Montag wieder in weite Ferne gerückt: „Diese Politik geht – bei allem Verständnis für virologische Sicht und gesundheitspolitische Vorsicht – an die Existenz der Betriebe und Beschäftigten. Die, im Gegensatz zur schleppend anlaufenden Impfoffensive, sehr erfolgreich eingeschlagene Teststrategie kann und muss jetzt ein Ausweg sein, wenn sie weiter und zu Ende gedacht wird“, sagt AK-Präsident Peter Eder und fordert gemeinsam mit Peter Buchmüller den Abbau der bestehenden Hürden für die vielfach schon stark genutzten Anterio-Nasal Tests. 

Mit der Anerkennung der Nutzung von Nasal-Tests auch in den Betrieben, könnte die schon hohe Testdichte in Österreich noch verstärkt werden. Das intensive Testen hat sich offensichtlich als Eindämmungsstrategie gegen die Ausbreitung des Virus bewährt, wie die ersten Erfahrungen bei den Friseuren und in den Schulen zeigen. Jetzt geht es laut AK und WKS darum, diese Strategie im Interesse von Beschäftigten und Betrieben zügig auszuweiten.

„Es ist schon jetzt nicht nachvollziehbar, weshalb jemand, der im Betrieb, noch dazu oft unter professioneller Aufsicht, mit einfachen Nasaltests getestet wurde, nicht zum Friseur gehen kann. Auch für die mehr als angeschlagene Gastronomie sollten diese Tests, die noch dazu vom Staat gefördert werden, als Schlüssel und Türöffner dienen. Ebenso wie für den wichtigen Sport- und Kulturbereich.“ Nachsatz: „So könnte man auch, ergänzt durch Sicherheitskonzepte in Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft, eine baldige Öffnung in Angriff nehmen und auch den Sport- und Kulturvereinen eine Perspektive geben. Es braucht nur den Willen, kreative Lösungen und die richtige Mischung aus Eigenverantwortung und Vertrauen“, appellieren AK-Präsident und WKS-Präsident.

HÜRDEN SCHADEN DER WIRTSCHAFT UND PRODUZIEREN ARBEITSLOSIGKEIT

Beide Präsidenten sprechen sich für eine baldige Öffnung der touristischen Betriebe aus. „Es darf nicht eine für die österreichische Volkswirtschaft so zentrale Branche an den Rand gedrängt werden!“, fordert Buchmüller eine Öffnung: „Ein Zuwarten bis Ostern ist nicht annehmbar!“ Darum müssen jetzt alle Maßnahmen ergriffen werden, um das Testen zu verstärken, wozu auch eine Anerkennung der Nasal-Tests unverzichtbar ist. „So kommen wir nicht nur um einen weiteren Lockdown herum, sondern können auch dem Tourismus eine Überlebenschance geben.“

Eder und Buchmüller sind sich einig, dass die Krise nur gemeinsam bewältigt werden kann. „Die Politik fordert laufend den Zusammenhalt der Bevölkerung ein. Die Bevölkerung und die Betriebe sind dazu bereit, ihnen muss allerdings auch Vertrauen entgegengebracht werden. Deshalb müssen auch negative Anterio-Nasal-Tests, die im Betrieb durchgeführt werden, künftig als Türöffner gelten.“

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