16.12.2021

Eder: „Grüne schaden Arbeitsmarkt und stationärem Handel“ 

Das nun endgültige Nein von LH-Stv. Heinrich Schellhorn zur Erweiterung des Europarks bedeutet einen schweren Schlag für den Salzburger Arbeitsmarkt, aber auch für den stationären Handel. „Die Sicherung von 2.000 Arbeitsplätzen, die Schaffung von 300 neuen Jobs und die Stärkung des stationären Handels gegenüber den Online-Riesen werden hiermit zu Grabe getragen“, übt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder heftige Kritik an der Salzburger Landespolitik, „und ein Armutszeugnis für die ÖVP-geführte Landesregierung, die nicht in der Lage ist, wenigstens den verwässerten Ausbauplan in der Koalition durchzubringen. Engagierte Arbeitsmarktpolitik sieht anders aus.“

Vor dem Hintergrund des laufenden Matches zwischen dem stationären Einzelhandel und dem Online-Handel ist das „Njet“ von LH-Stv. Schellhorn zur Europark-Erweiterung für die Salzburger Arbeiterkammer absolut nicht nachvollziehbar. Denn die Sicherung der Attraktivität des Europarks durch die geplante Erweiterung sichert auch Arbeitsplätze in Salzburg. Das grüne Argument zur Erhaltung des kleinstrukturierten Handels ist für AK-Präsident Peter Eder kleinkariert: „Wandern Umsätze zum Online-Handel, hat das auch negative Folgen für die Beschäftigung im Salzburger Einzelhandel. Damit ist sicher niemandem geholfen.“

Grüne Gefahr für den Arbeitsmarkt

Auch dass die Ortskerne unter einem Europark-Ausbau leiden würden, ist für Eder lediglich grüner Populismus: „Die Salzburger Innenstadt und die Ortszentren Innergebirg haben zwar aktuell mit wenig Kundschaft zu kämpfen, die Gründe dafür liegen aber im Ausbleiben der Touristen aufgrund der Pandemie.“

Aus diesem Grund müsste die Devise sein, funktionierende Strukturen zu stärken. Gerade jetzt, wo Corona den heimischen Arbeitsmarkt stark geschwächt hat und die Konkurrenz des Online-Handels kontinuierlich ansteigt, sollte die Sicherung von 2.000 bestehenden Jobs und die Schaffung von rund 300 neuen Arbeitsplätzen eigentlich Priorität haben. „Dass diese positiven Arbeitsmarkteffekte vollständig ausgeklammert und damit Chancen vertan werden, ist für mich nicht nachvollziehbar“, erklärt der AK-Präsident.

Dass sich die Grünen auf einem politischen Irrweg befinden, zeigt ein Blick in die Arbeitsplatzentwicklung im Einzelhandel seit der Eröffnung des Europarks im Jahr 1997. „Seither sind im Handel mehr als 6.000 Jobs entstanden. Das entspricht salzburgweit einem Plus von knapp 40 Prozent“, so Eder.

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