AK/ÖGB-Steuerlöscher: Anmeldung startet heute

Wer geglaubt hat, dass die Steuerreform der Bundesregierung den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Gute kommt, wurde enttäuscht. Ein wesentlicher Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit ist ausgeblieben. All jene die jetzt durch die Finger schauen, können sich beim Steuerlöscher von Arbeiterkammer und ÖGB, zu viel bezahlte Steuern vom Finanzamt zurückholen. Start der Aktion ist heute, Dienstag 15. Jänner. Die Beratungen beginnen ab März. „Wir helfen den Beschäftigten kostenlos bei der Steuererklärung. Das bringt noch mehr Netto vom Brutto. 2018 waren es in Summe 9,1 Millionen“, sagen AK-Präsident Peter Eder und Steuerlöscher-Chef Peter Lederer.

Die Bundesregierung hat ihre Pläne zur Steuerreform präsentiert. Von Steuergerechtigkeit fehlt jede Spur. Während Unternehmen spürbar entlastet werden, bleibt die Steuerlast für die Beschäftigten weiterhin zu hoch.

„Ein schlechter Deal“, betont AK-Präsident Peter Eder. „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brennen sich mit den hohen Steuern aus – besonders kleinen und mittleren Einkommen bleibt oft zu wenig Netto vom Brutto. Es braucht ein insgesamt gerechteres Steuersystem. Der momentan wichtigste Schritt dafür ist die Abschaffung der Kalten Progression. Denn sie frisst einen Großteil der von den Gewerkschaften ausverhandelten guten Lohnerhöhungen wieder auf. Gleichzeitig werden Energie, Wohnen und Einkauf immer teurer. Gegen die davongaloppierenden Preise für eine Bleibe würde der von der AK vorgeschlagene Wohnbonus in Höhe von bis zu 500 Euro helfen. Er soll für niedrige Einkommen zudem als Gutschrift ausbezahlt werden. Fest steht: Eine echte Steuerreform für die Beschäftigten sieht anders aus und darf keine Mogelpackung sein.“

Der AK/ÖGB-Steuerlöscher sorgt in jedem Fall für mehr Fairness

AK und ÖGB Salzburg sorgen jedenfalls auch 2019 mit ihrem Steuerlöscher für mehr Gerechtigkeit. AK-Präsident Peter Eder: „Genug gebrannt! Wir holen mit dem Steuerlöscher zurück, was unsere Mitglieder zu viel ans Finanzamt bezahlt haben. Das bringt den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bares Geld. Einfach und kostenlos.“ Ein paar Tipps, wie die Beschäftigten mit Hilfe ihrer AK bares Geld zurückholen können:

  • Kinderfreibetrag. Ein Elternteil kann 440 Euro geltend machen. Teilen sich beide Eltern den Betrag auf, gibt es sogar 600 Euro (zwei mal 300 Euro). Alleinerziehende mit Familienbeihilfe können 300 Euro geltend machen, Unterhaltspflichtige im Gegenzug ebenfalls 300 Euro. Und das immer solange man 7 Monate die Familienbeihilfe bzw. Unterhaltsabsetzbetrag bezieht.
     
  • Rückerstattung der Sozialversicherung. Wer ein geringes Einkommen hatte und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hat, kann mit bis zu 400 Euro Rückzahlung rechnen – mit zumindest kurzzeitigem Anspruch auf Pendlerpauschale sogar 500 Euro. Pensionisten und Lehrlinge erhalten bis zu 110 Euro (ausgenommen Ausgleichszulagenbezieher). Tipp: Geringfügig Beschäftigte sind nicht automatisch Pensions- und Krankenversichert. Wenn sie sich auf Antrag selbst bei der Krankenkasse versichern, dann können diese Ausgaben über den Steuerausgleich geltend gemacht werden.

  • Kinderbetreuung. Viele Salzburger versäumen es, Kinderbetreuungskosten abzusetzen. Oft, weil die dafür nötige Bestätigung der Gemeinde oder Kinderbetreuungseinrichtung fehlt. Pro Kind und Jahr können bis zu 2.300 Euro geltend gemacht werden. Das betrifft die Betreuung an sich ebenso wie Essens- und Bastelbeiträge – und zwar bis zum 10. Lebensjahr des Kindes. „Außerdem kann jede pädagogisch qualifizierte Freizeit-, Sport- und Ferialbetreuung abgesetzt werden – zum Beispiel in den Sommerferien. Voraussetzung: Es ist eine pädagogische Fachkraft dabei.
     
  • Computer und Zubehör. Notebook, PC, Drucker und Scanner sind Werbungskosten, wenn sie beruflich genutzt werden. Mindestens 60 Prozent der Kosten können ohne Nachweis steuermindernd geltend gemacht werden. Die anderen 40 Prozent sind Privatnutzung. Die Kosten müssen auf 3 Jahre verteilt werden – für ein 1.000 Euro Notebook also zum Beispiel 200 Euro pro Jahr. Das entspricht 60 Prozent der Kaufsumme durch 3.

Ab 15. Jänner anmelden – und Geld in 3 Schritten zurückholen

Anmeldebeginn für den AK/ÖGB-Steuerlöscher ist heuer am 15. Jänner 2019. Bis März werden rund 11.000 Termine vergeben – und dann das Geld der Salzburgerinnen und Salzburger zurückgeholt. 2018 waren es in Summe 9.100.000 Euro. 

  • Schritt 1: Beratungstermin über die Service-Hotline T: +43 (0)662 86 87 86 vereinbaren (Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr, freitags bis 12:30 Uhr).
Ort Zeitraum der Steuerlöscher-Beratungen
Salzburg AK-Saal 13. März bis 26. April 2019
Hallein 4. März bis 12. März 2019
Hotel Hofgastein 6. Mai bis 10. Mai 2019
Bischofshofen 6. Mai bis 10. Mai 2019
Zell am See 13. Mai bis 17. Mai 2019
Tamsweg 11. April bis 19. April 2019

 

  • Schritt 2: Jeder Kunde erhält einen Brief mit der Terminbestätigung und einer Checkliste. Die Checkliste bitte durcharbeiten und die Unterlagen mitbringen. Den Finanzonline Code erhalten Sie über www.finanzonline.at oder mit einem Lichtbildausweis direkt beim Finanzamt.
     
  • Schritt 3: Am Beratungstag wird die Gutschrift sofort berechnet.  

Hinweis: Die AK und der ÖGB geben keine Hilfestellung bei Vermietung oder Verpachtung und bei Einkünften aus selbständiger oder gewerblicher Tätigkeit!

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