22.4.2021

Tourismus am Boden: Jetzt braucht es klare Öffnungs-Perspektiven

Da die Regierung nach ihrer Klausur viele Fragen offenließ und mit Überschriften statt Inhalten an die Öffentlichkeit trat, fordern die AK-Präsidenten aus Salzburg und Tirol, Peter Eder und Erwin Zangerl, konkrete Daten fürs Aufsperren, der für diese Bundesländer so wichtigen Tourismus- und Gastronomiebetriebe. „Die tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Einkommensverluste hatten, brennen darauf, in die Betriebe zurückzukehren. Die Öffnungskommission hat es in der Hand, ihnen mit einem fixen Zeitplan die Zuversicht zurückgeben“, so Eder und Zangerl unisono.

Die Einkommensverluste in Gastro und Tourismus gehen mittlerweile nicht mehr nur an die Substanz, sondern schon längst an die Existenz. „Der Arbeitsmarkt im Tourismus liegt am Boden. Die Beschäftigung hat sich im Vergleich zu Zeiten vor der Corona-Krise in Salzburg halbiert, in Tirol gingen sogar zwei Drittel der Arbeitsplätze in der Branche verloren. Die Arbeitslosigkeit ist in Salzburg um das Dreifache, in Tirol sogar fast um das Vierfache gestiegen“, so Eder und Zangerl. Die beiden AK-Präsidenten fordern angesichts dieser dramatischen Zahlen: „Die Branche und die tausenden betroffenen Beschäftigten brauchen endlich Klarheit und Perspektiven wie es weitergeht! Das erwarten wir uns von der Öffnungskommission, die in diesen Tagen zusammenkommt.“

ÖFFNUNGSKOMMISSION: SOZIALPARTNER ENDLICH EINBINDEN

Zur optimalen Berücksichtigung regionaler Aspekte erneuern die AK-Präsidenten ihre Forderung nach der Einbindung der Sozialpartner in die Sitzungen der Öffnungskommission. „Insbesondere in Salzburg und Tirol hängen an der Branche zahlreiche weitere Investitionen und somit Arbeitsplätze. Unter ausbleibenden Investitionen von Seilbahnen oder Beherbergungsbetrieben leiden somit Bau, Handwerks- und Zulieferbetriebe“, bringen es die Präsidenten auf den Punkt.

Eder und Zangerl wissen, dass die Gastro- und Tourismusbetriebe ihre Hausaufgaben gemacht haben und für ein kontrolliertes Aufsperren gewappnet sind. Zur optimalen Umsetzung einer breit angelegten Teststrategie appellieren sie an die Bundesregierung, Selbsttests als Eintrittstests für Gastro & Co. österreichweit gelten zu lassen. „Es geht um unkomplizierte und digitale Lösungen für Eintrittstests, die schon in Vorarlberg erfolgreich erprobt wurden. Und letzten Endes geht es auch um Vertrauen in die Bevölkerung“, so die beiden Präsidenten.

VIELE BESCHÄFTIGTE VERLIEREN ARBEITSLOSENGELDANSPRUCH

Eine Lösung erwarten sich Zangerl und Eder auch beim Arbeitslosengeld für Beschäftigte im Tourismus. Denn bislang ist der Bezug an zeitliche Fristen gekoppelt. So gilt der Anspruch nur, wenn man in den letzten 12 Monaten 28 Wochen arbeitslosenversichert war. Dies ist bis zum Ende der Sommersaison aber heuer nicht möglich – die Beschäftigten fallen automatisch in die Notstandshilfe und erleiden weitere finanzielle Einbußen. Die AK-Präsidenten Zangerl und Eder fordern daher das zuständige Ministerium auf, die Fristen bis zum Ende der Pandemie auszusetzen.

Links

Kontakt

Kontakt

Medien & Kommunikation
T: +43 (0)662 86 87-235
  • © 2021 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum