Ehrliche Entlastung statt Mogelpackung, damit Nettoeinkommen endlich steigen

Was die Menschen schon länger im Börsel spüren, wird durch aktuelle Zahlen der Lohnsteuerstatistik belegt. Trotz guter Kollektivvertragsabschlüsse der Gewerkschaften, kommt es zu realen Nettoeinkommensverlusten. „Die Bundesregierung hat es in der Hand. Die hart arbeitenden Beschäftigten müssen jetzt entlastet werden. Es ist nicht einzusehen, dass sie immer weniger zum Leben haben, während die Wünsche der Wirtschaft prompt erfüllt werden“, sagt AK-Präsident und ÖGB-Landesvorsitzender Peter Eder.

Nachdem die von AK und ÖGB initiierte Steuerreform im Jahr 2016 ein deutliches Plus für die Beschäftigten brachte, mussten diese im Jahr 2017 einen realen Nettoeinkommensverlust von 0,5 Prozent hinnehmen. Schuld daran sind Preissteigerungen, die gerade dort besonders stark durchschlagen, wo die Menschen nicht auskönnen. Während die durchschnittliche Inflation im Jahr 2017 bei 2,1 Prozent lag, stiegen die Preise bei Mieten um 4,2 Prozent bei Treibstoffen gar um 7,1 Prozent.

Nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherung verdienen die Salzburger aktuell im Schnitt 1.540 Euro netto monatlich. Innerhalb des Bundeslands zeigt sich eine deutliche Teilung zwischen den südlichen tourismusorientierten Bezirken und den industrielleren Bezirken im Norden. Am höchsten waren die Einkommen im Flachgau mit 1.723 Euro. Das sind um 408 Euro mehr als das durchschnittliche Nettoeinkommen im Pinzgau in Höhe von 1.315 Euro.

Steuerliche Entlastung ist Gebot der Stunde

Angesichts der sinkenden realen Nettoeinkommen ist für AK-Präsident Peter Eder klar, dass es höchste Zeit für eine steuerliche Entlastung der Beschäftigten ist. „Die Gewerkschaften geben jährlich ihr Bestes und verhandeln exzellente Lohn- und Gehaltsabschlüsse mit zuletzt 3,45 Prozent Plus in der Holz- und Sägeindustrie. Aber was hilft ein noch so guter Abschluss, wenn der Großteil des Geldes beim Finanzminister landet und nicht dort, wo er bitter benötigt wird: Bei den Beschäftigten, die mit jährlich steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben?“, fragt sich Eder.

 

Sofort weg mit der kalten Progression

„Die Effekte der von AK und ÖGB initiierten Steuerreform sind kaum mehr spürbar. Damit die Beschäftigten langfristig ein Plus in ihrer Geldtasche spüren, muss die kalte Progression umgehend abgeschafft werden. Nicht erst 2023 als Wahlzuckerl wie es die Regierung angekündigt hat, sondern sofort!“ fordert Eder und ergänzt: „Die Wirtschaft hat gefordert und wurde prompt entlastet. Es ist nicht einzusehen, dass die Steuerzahler auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertröstet werden sollen“, ergänzt Eder. Geld für eine steuerliche Entlastung der Beschäftigten wäre aus seiner Sicht jedenfalls vorhanden. Im vergangenen Jahr haben alleine Salzburgs Beschäftigte 61,9 Millionen Euro (+5,3%) an Lohnsteuer ans Finanzamt bezahlt.

„Der wirtschaftliche Erfolg Österreichs ist der Erfolg seiner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Doch anstatt sie so rasch wie möglich zu entlasten, denkt die Regierung lediglich laut über Steuerzuckerl für die Wirtschaft nach. Das ist unfair. Wenn es zu einer Steuerreform kommt, müssen die Beschäftigten die Hauptprofiteure der Entlastung sein“, schließt AK-Präsident Eder. 

Links

Kontakt

Kontakt

Medien & Kommunikation
T: +43 (0)662 86 87-235
  • © 2019 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum