Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Am 28. April 2019, war der Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Dieser Aktionstag wurde durch die International Labour Organisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern. Denn die ILO schätzt, dass weltweit jeden Tag etwa 6.000 Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle oder Erkrankungen sterben. Zusätzlich werden tagtäglich Millionen von Menschen durch Arbeitsbedingungen belastet. Jede, bzw. jeder zweite österreichische Beschäftigte gibt an, ständig mindestens einem Belastungsfaktor bei der Arbeit ausgesetzt zu sein. Grund genug für Arbeiterkammer und Gewerkschaft (in diesem Fall die ÖGB- und GPA-djp-Frauenorganisationen) bei zahlreichen Betriebsbesuchen zum Thema Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu sensibilisieren und über das Beratungsangebot der AK und der Gewerkschaften zu informieren. Der Fokus dabei lag auf Arbeitnehmerinnen im Handel, denn: Im Handel sind überwiegend Frauen beschäftigt. Der Lebensmittelverkauf etwa weist einen Frauenanteil von 75 Prozent auf (90 Prozent der weiblichen Beschäftigten im Handel arbeiten Teilzeit).

Die häufigsten Belastungen im Handel

AK-Arbeitnehmerschützerin Karin Hagenauer: „Wichtig war den Beschäftigten, zu wissen, dass jemand da ist, wenn man ein Problem hat, wie es etwa eine Beschäftigte im Textileinzelhandel schilderte.“ Als Anlaufstelle bei Problemen gelten neben dem Betriebsrat die Arbeiterkammer und Gewerkschaft.

Weitere Belastungen: Überwachung und Kontrolle, ständiger Kundenkontakt, häufige Unterbrechungen, andauerndes künstliches Licht und fehlende Rückzugsmöglichkeiten. Der Mix aus hohen emotionalen Anforderungen und Belastungen subtilerer Natur,  wie  sie  im  Einzelhandel  häufiger  anzutreffen  sind  (etwa  die  konstante Beschallung mit Musik und Werbung) führt zu einem hohen Burn-Out-Risiko, wie eine Studie der GPA-djp zeigt: 19 Prozent der befragten Handelsangestellten sind Burn-out-gefährdet, überdurchschnittlich gefährdet sind Handelsangestellte zwischen 30 und 40 Jahren – in dieser Altersgruppe sind 26 Prozent von Burn-out bedroht.

AK-Forderungen

Moderne Konzepte zur Verbesserung der Arbeitssituation im Handel sind gefragt. AK und ÖGB fordern:

  • existenzsichernde Bezahlung
  • mehr Schutz: etwa durch die Einführung der Verordnung manueller Lastenhandhabung: klare Regeln für schweres Heben und Tragen
  • flächendeckende Durchführung der Evaluierung psychischer Belastungen
  • wirkungsvolle Kontrollen und präventive Strafhöhen
  • mehr Mitbestimmung bei Dienstplanerstellung
  • mehr Autonomie für Beschäftigte bei flexiblen Arbeitszeiten
  • © 2019 AK Salzburg | Markus-Sittikus-Straße 10, 5020 Salzburg, +43 (0)662 86 87

  • Datenschutz
  • Impressum