28.6.2018
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AK berät und hilft, damit Betroffene zu ihrem Recht kommen

Durch die Anrechnung des Partnereinkommens haben vor allem Frauen einen Teil oder oft sogar den ganzen Anspruch auf eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung verloren. „Der Wegfall der Partnereinkommensanrechnung  ist ein wichtiger frauen- und sozialpolitischer Schritt hin zu einer eigenständigen Existenzsicherung“, freut sich AK-Präsident Peter Eder, dass eine langjährige Forderung der Arbeiterkammer (noch von der Vorgängerregierung) in die Wege geleitet wurde und nun mit 1. Juli 2018 in Kraft tritt.

80 Prozent der Betroffenen sind Frauen

Etwa 80 Prozent aller Notstandshilfekürzungen betrafen Frauen. „Wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld erschöpft ist, gebührt grundsätzlich Notstandshilfe“, erklärt AK-Expertin Ingrid van Tijn, „bislang aber nur dann, wenn eine Notlage vorlag. Dazu wurden die wirtschaftlichen Verhältnisse des gesamten Haushalts berücksichtigt, also das Nettoeinkommen des/der Partners/in. Sobald das Partnereinkommen, abzüglich Freibeträge, höher als die Notstandshilfe war, wurde keine Notstandshilfe mehr ausbezahlt.“

Im Jahr 2017 waren rund 600 Personen beim AMS gemeldet, ohne einen Notstandshilfebezug zu erhalten. Dazu kommen noch arbeitslos gemeldete Personen, deren Notstandshilfe auf Grund der Partnereinkommensanrechnung gekürzt wurde und jene, die sich überhaupt beim AMS abgemeldet haben.

Nicht alle Betroffenen kommen automatisch zu ihrem Recht

Bei jenen, die bislang keine oder nur eine gekürzte Notstandshilfe erhalten haben, aber weiterhin beim AMS gemeldet sind, wird das AMS die Notstandshilfe von Amts wegen neu ermitteln. Sie erhalten ab 1. Juli 2018 automatisch die volle Notstandshilfe. Anders sieht die Sache bei denen aus, die sich nach Ausschöpfung des Arbeitslosengeldes vom AMS abgemeldet haben:

„Wer sich vom AMS abgemeldet hat, weil er oder sie keine Geldleistung mehr erhalten hat, dem empfehlen wir, sich bei uns beraten zu lassen und gegebenenfalls ab 1. Juli 2018 neuerlich einen Antrag beim AMS zu stellen. Denn durch den Wegfall der Partnereinkommensanrechnung kann für diese Personen wieder ein Leistungsanspruch entstehen“, so van Tijn.

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